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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Fahrradwegbeleuchtung
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 16.08.2017
TOP 5.4.1.
Seit Jahren ist die fehlende Beleuchtung einiger Fahrradwege, besonders von und nach Wülferode, Thema im Bezirksrat gewesen. Gründe gegen eine Beleuchtung entsprechender Abschnitte waren bisher die hohen Kosten, oder auch fehlende Zuständigkeit für die Verkehrsflächen. Der technische Vorschritt macht allerdings auch nicht vor den Straßenlaternen halt und so gibt es bereits mehrere Systeme mit Solarpaneelen, mit LED-Technik, oder auch „mitfahrende“ Systeme, bei denen die Lampen nur bei Bedarf leuchten und dann „mitwandern“ auf dem Radweg. Zumindest Straßenlaternen mit LED-Technik wurden jetzt auf einem Radweg neben einer Landstraße außerhalb der geschlossenen Ortschaft in der Region Hannover (B3 zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum) installiert. Dies erscheint auch für unseren Stadtbezirk eine gute Lösung zu sein.
Fragen an die Verwaltung:
1. Gibt es in der LHH bereits Erfahrungen mit den stromsparenden und mit weniger Investitionskosten verbundenen Laternen?
2. Wer müsste hier wie aktiv werden um solche Laternen auf dem Radweg von und nach Wülferode aufstellen zu lassen?
Antwort der Verwaltung zu Frage 1:
Die Beleuchtungsanlagen der LHH werden sukzessive im Rahmen von Erneuerungsprogrammen auf stromsparende energieeffiziente bewährte LED-Technik umgerüstet. Hierfür wurde ein umfassender Standard definiert, der die unterschiedlichen Beleuchtungssituationen adäquat erfasst und die Einhaltung der DIN-Normen und entsprechende Ratsbeschlüsse sicherstellt.
Der Einsatz von Solarleuchten ist zunächst nicht geplant; positive Erfahrungswerte können derzeit nicht bestätigt werden. Es kann zudem zurzeit nicht sichergestellt werden, dass Solarleuchten die ausreichende Beleuchtungsstärke über den notwendigen Beleuchtungszeitraum gewährleisten. Die Verkehrssicherheit kann mit diesen Systemen nicht anforderungsgerecht sichergestellt werden. Die Kosten für Solarleuchten sind noch sehr hoch und stehen in keinem vertretbaren Verhältnis zu dem Nutzen.
Die sog. „mitwandernden“ Systeme sind in einem Musterprojekt durch den Betriebsführer geprüft worden und sind im Ergebnis technisch wie auch wirtschaftlich zurzeit nicht vertretbar. Die LED-Leuchten für Radwege, die seitens der Stadt verbaut werden, sind mit nur 10 Watt und einer zusätzlichen nächtlichen Reduzierung im Verbrauch sehr wirtschaftlich.
Antwort der Verwaltung zu Frage 2:
Aus den unter 1. genannten Gründen ist eine Aufstellung von Solarleuchten zurzeit nicht möglich. Sollten die aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendigen Anforderungen an die Solartechnik erfüllt werden und preiswerte Solarleuchten erhältlich sein, wird die Verwaltung erneut den Einsatz prüfen.