Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Änderungsantrag zu Drucks. Nr. 15-1268/2026 der CDU-Fraktion Weiterführende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Straße „Klaskamp“ –
Hier: Trennung der Themenfelder Geschwindigkeit, Parken und Schulweg-/Elterntaxi-Situation
Antrag
Der Beschlusstext der Drucksache Nr. 15-1268/2026 wird wie folgt gefasst:
1. Geschwindigkeit / Raserei
Die Verwaltung wird aufgefordert, gezielte Maßnahmen zur Reduzierung überhöhter
Geschwindigkeiten im Klaskamp zu prüfen und umzusetzen (u.a. Geschwindigkeitskontrollen, ggf. bauliche oder verkehrsrechtliche Maßnahmen zur Temporeduktion). Vorab sollte unter Umständen eine Geschwindigkeitsmessung erfolgen, um die Ausgangslage zu verschiedenen Tages- und Wochenzeiten zu belegen und die Wirksamkeit der Maßnahmen später überprüfen zu können.
2. Parken
Die Verwaltung wird aufgefordert, die derzeitige Parkraumorganisation im Klaskamp daraufhin zu überprüfen, ob und wie sie zur Geschwindigkeitsreduzierung beitragen bzw. entsprechend angepasst werden kann, ohne dass es zu einem deutlichen Mangel an Parkraum für Anwohnerinnen und Anwohner kommt. Wichtig dabei ist, dass bei den Maßnahmen die Verkehrssicherheit und Einsehbarkeit geprüft wird.
3. Schulweg-Sicherheit
Die Verwaltung wird aufgefordert, Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit zur prüfen. Ziel ist es, die Sicherheit der zu Fuß und mit dem Rad kommenden Schülerinnen und Schülern im Klaskamp zu erhöhen. Das gilt gerade für schwer einsehbare Bereiche beim Queren der Dammstraße und die Nicht-Einsehbarkeit der Straße bei den parkenden Wohnmobilen und Hängern unter der Eisenbahnbrücke.
4. Vermeidung von Schleichverkehr
Die Verwaltung wird aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu prüfen und umzusetzen, damit der Klaskamp nicht dauerhaft als Schleichweg zur Umgehung der Schulenburger Straße während der Hauptverkehrszeiten genutzt werden kann. Verkehr im Klaskamp im Falle von Störungen, Baustellen oder Unfällen auf der Schulenburger Straße ist unvermeidbar; der Klaskamp darf jedoch keine generelle Ausweichroute für den Durchgangsverkehr zur 2
Hauptverkehrszeit werden.
In Betracht kommen u. a. bauliche oder verkehrslenkende Maßnahmen (z. B. Durchfahrtsbeschränkungen oder modale Filter).
5. Abstimmung vor Ort
Vor der Umsetzung der unter 1. bis 4. genannten Maßnahmen soll ein gemeinsamer Termin des Bezirksrats mit dem Fachbereich Tiefbau vor Ort im Klaskamp durchgeführt werden, um geeignete Maßnahmen abzustimmen und mögliche Wechselwirkungen zwischen Geschwindigkeits-, Park- und Schulweg-Maßnahmen zu berücksichtigen. Sämtliche Maßnahmen sind grundsätzlich vor ihrer Umsetzung mit dem Bezirksrat abzustimmen.
Begründung
Der Ursprungsantrag der CDU-Fraktion vermischt vier unterschiedliche Problemfelder – überhöhte Geschwindigkeit/Raserei, die Parkraumorganisation und die Situation durch „Elterntaxis“ am Schulweg sowie den Ausweichverkehr über die Schulenburger Straße – in einer einzigen, wenig konkreten Formulierung. Diese Themen sind zwar miteinander verbunden, erfordern aber z.T. unterschiedliche Lösungsansätze. Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung sind sinnvoll und notwendig, dürfen jedoch weder die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg beeinträchtigen (zu Fuß und mit dem Rad) noch zu zusätzlichem Chaos beim Bring- und Abholverkehr führen. Insbesondere im Bereich der Grundschule ist eine sorgfältige, in sich abgestimmte Planung erforderlich, die die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmenden – zu Fuß gehende und Rad fahrende Kinder ebenso wie den Bring- und Holverkehr und Verkehr durch Anwohnende – gleichermaßen berücksichtigt.
Um praxistaugliche und aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu entwickeln, wird ein gemeinsamer Vor-Ort- Termin des Bezirksrats mit dem Fachbereich Tiefbau vorgeschlagen. So können die örtlichen Gegebenheiten im Klaskamp konkret in Augenschein genommen und die Auswirkungen möglicher Maßnahmen auf Geschwindigkeit, Parken und Schulweg gemeinsam bewertet werden, bevor Beschlüsse zur Umsetzung gefasst werden