Drucksache Nr. 15-1656/2016 S4:
ENTSCHEIDUNG:
Quartiersentwicklung für alter(n)sgerechtes Leben und Wohnen in Buchholz-Kleefeld
Sitzung des Stadtbezirksrates Buchholz-Kleefeld am 18.08.2016
TOP 9.2.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
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Zu TOP
4. Entscheidung
15-1656/2016 S4
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ENTSCHEIDUNG:
Quartiersentwicklung für alter(n)sgerechtes Leben und Wohnen in Buchholz-Kleefeld
Sitzung des Stadtbezirksrates Buchholz-Kleefeld am 18.08.2016
TOP 9.2.1.

Beschluss


Die Verwaltung wird aufgefordert, umgehend ein Konzept zur Quartiersentwicklung für alter(n)sgerechtes Leben und Wohnen unter Beteiligung der relevanten Akteure zu erarbeiten und unmittelbar danach umzusetzen.

Entscheidung

Anknüpfend an den Sachstand vom 13.08.2018 zur Weiterentwicklung konzeptioneller Überlegungen und Erarbeitung eines Quartierskonzeptes für ein alter(n)sgerechtes Leben und Wohnen im Stadtbezirk Groß-Buchholz / Kleefeld / Roderbruch lässt sich mit Stand vom 01.07.2019 folgendes mitteilen:
· Die alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung des Fachbereichs (FB) Senioren / Kommunaler Seniorenservice (KSH) versteht sich als Teil der sozialen und inklusiven Quartiersentwicklung der Landeshauptstadt Hannover und somit des Stadtentwicklungskonzeptes „Mein Hannover 2030“. Ziel der alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die eine selbständige Lebensführung unabhängig von Lebensalter, Geschlecht, sozialer Lage, ethnischem Hintergrund und vom Grad der pflegerischen Versorgung ermöglichen.
· Anknüpfend an die Untersuchungsergebnisse zu den Netzwerkstrukturen des KSH durch die Bertelsmann Stiftung werden derzeit u.a. die stadtbezirklichen Netzwerke für Senior*innen inhaltlich und organisatorisch weiterentwickelt. Ziel ist, die Infrastruktur vor Ort sowie das Miteinander und Engagement der Bewohner*innen und Akteur*innen im Quartier zu fördern. In diesem Zusammenhang hat das stadtbezirkliche Netzwerk für Senior*innen im




Stadtbezirk 4 eine Arbeitsgruppe gegründet, die im Juni 2019 ein offenes Netzwerktreffen mit dem Bezirksbürgermeister, diversen Akteur*innen, Senior*innen und weiteren Bürger*innen des Stadtbezirks 4 durchgeführt hat. Bei der Veranstaltung, an der ca. 70 Personen teilgenommen haben, wurden Fragebögen zu den Bedarfen im Stadtbezirk 4 ausgefüllt und anschließend im Netzwerk ausgewertet. Die Bearbeitung der ermittelten Bedarfe erfolgt im stadtbezirklichen Netzwerk für Senior*innen.
· Die Infrastrukturliste des KSH für den Stadtbezirk 4, in der Beratungsstellen und offene Angebote für Senior*innen, Wohnen im Alter, ambulante Hilfen sowie teilstationäre und stationäre Einrichtungen für Senior*innen erfasst werden, wird in Kooperation mit dem stadtbezirklichen Netzwerk für Senior*innen im Hinblick auf die vier kommunalen Handlungsfelder (Wohnen; Bürgerschaftliches Engagement / Beteiligung / aktive Teilhabe im Sozialraum; Versorgungssicherheit; Generationendialog) aktualisiert. Ziel ist, die Stärken und Schwächen des Stadtbezirks bezogen auf die Bedarfe und Bedürfnisse älterer Menschen festzustellen, die sich daraus ergebenden Maßnahmen abzuleiten und so weit wie möglich direkt vor Ort umzusetzen. In diesem Zusammenhang kommt dem vom KSH im Mai 2019 gegründeten, stadtweit agierenden Verbundnetzwerk Seniorenarbeit und Quartiersallianzen eine besondere Bedeutung zu, da es sich u.a. als Ansprechpartner für die stadtbezirklichen Netzwerke für Senior*innen versteht und diese bei Problemen in der Umsetzung von Maßnahmen unterstützt.
· Für den Aufgabenschwerpunkt Offene Seniorenarbeit und Beratung im Stadtbezirk 4 gilt, dass kontinuierlich Angebote und Projekte zur alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung entwickelt und umgesetzt werden. Beispielhaft genannt seien diverse Informationsveranstaltungen („Gutes Älter werden in Kleefeld / im Heideviertel“; „Was gibt es Neues in Kleefeld / im Heideviertel?“; „Fachvortrag: Seniorengerechte Wohnraumanpassung“; Bewegungsangebot für Senior*innen im Seniorenzentrum Warburghof), aber auch die Weihnachtsstube, die am 24.12.2018 in der Begegnungsstätte Rodewaldstraße durchgeführt wurde. Aufgrund der guten Resonanz ist auch für 2019 eine Weihnachtsstube in der Begegnungsstätte Rodewaldstraße geplant.
· Die Vernetzung des KSH mit diversen Akteur*innen des Stadtbezirks 4 wird weiter ausgebaut. Exemplarisch sei die Beteiligung an der Stadtteilreise ‚Reise durch den Roderbruch‘ im August 2018 genannt, die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung zum Sanierungsgebiet Roderbruch im September 2018, die Beteiligung des FB Senioren an der Gesprächsreihe „50 Jahre Roderbruch“ des Stadtteilgesprächs, die verstärkte Kooperation zwischen dem Repair Café und der Kleiderkammer im Stadtteil Roderbruch sowie die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen vom Seniorenbüro Roderbruch und der Kita Löwenzahn.
· Die Weiterentwicklung der alter(n)sgerechten Quartiersentwicklung in den Stadtteilen und die Bildung von Quartierszentren, werden auch im kommenden Seniorenplan (2021) einer der Schwerpunkte sein. Durch seine Infrastruktur eignet sich der Roderbruch insbesondere als Quartierszentrum und wird von Seiten des FB Senioren insofern als solches ins Auge gefasst.




Die im November 2017 eröffnete smarte, barrierefreie Musterwohnung des FB Senioren in der Buchnerstr. 15 zur Veranschaulichung von technischen Unterstützungsmöglichkeiten des alter(n)sgerechten Wohnens wird weiterhin sehr gut angenommen und wurde in 2018 von 1.500 Personen besichtigt. Dabei handelt es sich um Senior*innen, Interessenverbände, Architekt*innen und Planer*innen, Studierende und Pflegeschüler*innen. Auf der Homepage des FB Senioren wurde unter https://www.seniorenberatung-hannover.de/Aktuelles/smarte-Musterwohnung-Hannover/2/477 eine Möglichkeit zur digitalen Besichtigung der Musterwohnung eingerichtet.