Antrag Nr. 15-1612/2026:
Gedenk- und Lernort für Gottfried Wilhelm Leibniz am neu zu gestaltenden Neustädter Markt

Inhalt der Drucksache:

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Gedenk- und Lernort für Gottfried Wilhelm Leibniz am neu zu gestaltenden Neustädter Markt

Antrag

Der Bezirksrat möge beschließen:
Der neu zu gestaltende Neustädter Markt wird an geeigneter Stelle ergänzt durch einen Gedenk- und Lernort für Gottfried Wilhelm Leibniz. Das Projekt wird geplant und umgesetzt von Pastorin Dr. Ina Schaede und Pol Decker in Abstimmung mit der Verwaltung. Die Finanzierung des Gedenk- und Lernortes wird durch Zuwendungen Dritter, weitere Förderungen sowie Spenden sichergestellt.

Begründung

Der Neustädter Markt unmittelbar vor der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis soll eine zukunftsweisende Neugestaltung erhalten. Auf Initiative des Bezirksrates soll der zentrale Platz künftig klimafreundlich, barrierefrei und mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Menschen gestaltet werden. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund haben zwei Informations- und Beteiligungsveranstaltungen (zuletzt Ende Juni) stattgefunden, in denen die interessierte Öffentlichkeit die Vorstellungen der Planungsteams aufnehmen sowie Anregungen, Wünsche und Meinungen einbringen konnte. Davon ist mit grundsätzlich positiver Resonanz in beiden Veranstaltungen rege Gebrauch gemacht worden.

Ein wesentlicher Vorschlag ging dahin, diesen neu zu gestaltenden Platz um einen Gedenk- und Lernort für Gottfried Wilhelm Leibniz zu ergänzen. Leibniz ist in der Neustädter Hof- und Stadtkirche begraben, sein Grab besteht lediglich aus einer schlichten Grabplatte. Diese Grabplatte ist der Öffentlichkeit zeitlich nur begrenzt zugänglich. Mit einem solchen Gedenk- und Lernort würde das letzte Universalgenie, dessen Ideen und Erfindungen Wissenschaft und Technik gerade auch Hannover mit der nach ihm benannten Universität maßgeblich geprägt haben, einen würdevollen und der Öffentlichkeit für vertiefende Informationen zugänglichen Erinnerungsplatz erhalten. Angesichts des hohen Interesses vieler Personengruppen und Organisationen an einem solchen Lern- und Gedenkort ist davon auszugehen, dass die Finanzierung von dritter Seite sichergestellt werden kann.