Drucksache Nr. 15-1498/2024 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Jugendzentrum Kronsberg-Süd
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 21.08.2024
TOP 10.1.3.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode (zur Kenntnis)
 
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15-1498/2024 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Jugendzentrum Kronsberg-Süd
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 21.08.2024
TOP 10.1.3.

Die Drucksache 0024/2024 (HSK XI) sah vor, die "Dependance" neben der Grundschule Kronsberg-Süd zu einer stadtweit wirkenden Jugendeinrichtung umzuwidmen.
Diese Pläne begrüßen wir ausdrücklich.
Das bestehende Jugendcafé im KroKuS war über viele Monate geschlossen und wurde erst am 08.07.2024 wieder geöffnet. Bereits am 29.07. musste die Jugendeinrichtung temporär wieder aus Personalmangel geschlossen werden. Das zeigt, wie dünn die Personaldecke an dem Standort ist. Eine stadtweit wirkende Jugendeinrichtung mit größeren Teams kann stärker Personalausfälle kompensieren und die Verlässlichkeit der Jugendeinrichtung stärken. Eine größere Einrichtung kann mit den Öffnungszeiten auch stärker auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen.

Mit dem gemeinsamen Änderungsantrag von SPD, CDU und FDP im Rat der Stadt Hannover (DS 0954/2024) wird der Teil des HSK XI nicht umgesetzt "bis die Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklungen der gesamten Landschaft der offenen Kinder-und Jugendarbeit (Roadmap-Prozess) in den Ratsgremien als Entscheidungsgrundlage vorliegt und abschließend beraten wurde."

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

  1. Wann wird die Drucksache zum Roadmap-Prozess ins Verfahren gegeben?
  2. Wann wird das Gebäude der Grundschule mit Dependance an die Landeshauptstadt übergeben?
  3. Wie wird das Gebäude bis zur abschließenden Beratung des Roadmap-Prozesses genutzt?

Antwort der Verwaltung


zu 1.:
Der Jugendhilfeausschuss am 26.08.2024 wird mit der DS „Entwicklung einer Qualitätsrichtlinie für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der LHH“ (1563/2024) voraussichtlich die Verwaltung beauftragen, Qualitätsstandards in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln. Diese Qualitätsrichtlinie ist als erster Schritt der Umsetzung der Roadmap anzusehen.
Ein Beschluss über eine mögliche Richtlinie ist im Rat der Landeshauptstadt für das Frühjahr 2025 vorgesehen. In Folge kann bis Herbst 2025 die „Richtlinie zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit – Teil A offene Kinder- und Jugendarbeit“ überarbeitet werden, so dass die Träger der freien Jugendhilfe zum Haushalt 2027/2028 auch finanziell in die Lage versetzt werden, die in der Qualitätsrichtlinie formulierten Standards umzusetzen.
Die geplante Qualitätsrichtlinie ist somit gleichbedeutend mit den in DS 0954/2024 benannten „Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der gesamten Landschaft der offenen Kinder- und Jugendarbeit“.
zu 2.:
Die Übergabe des Gebäudes an die Landeshauptstadt ist für Ende September 2024 vorgesehen. Die Übergabe des Gebäudeteils „Jugendzentrum“ an den Fachbereich Jugend und Familie kann laut Gebäudemanagement kurzfristig im Anschluss erfolgen.
zu 3.:
Aktuell befindet sich ein Antrag an den Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode in Vorbereitung, der vorschlägt, die aktuellen Ressourcen des Jugendcafés im KroKuS an den neuen Standort zu verlegen. Mit diesen personellen, materiellen sowie finanziellen Ressourcen soll der ohnehin für die Jugendarbeit vorgesehene Teil der Dependance im 1. OG dann nach Fertigstellung betrieben werden.

Auf Grund der Änderung zur DS 0024/2024 (HSK XI) in Bezug auf die Umstrukturierung in den städtischen Jugendzentren stehen aktuell keine weiteren Ressourcen zur Verfügung. Eine im Konzept für den Standort vorgesehene stadtweite Ausrichtung ist zwingend auf die Erhöhung zur Verfügung stehender Ressourcen angewiesen. Somit kann mit Umsetzung erst begonnen werden, wenn im Zuge der Weiterentwicklung der Landschaft der Kinder- und Jugendarbeit (Roadmap-Prozess) die geplanten orga-nisatorischen Umstrukturierungen von Personal und Sachmittelressourcen erfolgen, oder durch politischen Beschluss zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.