Anfrage Nr. 15-1494/2024:
Ökologisches Bodenmanagement Kronsberg

Inhalt der Drucksache:

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Ökologisches Bodenmanagement Kronsberg

Aus der Broschüre der Kronsberg-Umwelt-Agentur GmbH (KUKA) und Landeshauptstadt Hannover (3. überarbeitete Auflage 05/2000):

"Bodenabfälle sind hochwertige Stoffpotentiale. Statt diese wertvollen Rohstoffe auf weit entfernte Deponien teuer und umweltbelastend zu transportieren und dort ungenutzt zu lagern, wird am Kronsberg der Bodenaushub gleich vor Ort sinnvoll verwertet. ...

Für die Baumaßnahme von fast 3.000 Wohnungen einschließlich der Infrastruktur bis zur Weltausstellung fallen auf dem Kronsberggelände ungefähr 600.000m³ Bodenaushub an. Normalerweise würden die Deponiefahrten eine Staub-, Lärm- und Verkehrsbelastung gravierenden Ausmaßes für Anwohner aus dem umliegenden Siedlungsgebieten bedeuten. Rein rechnerisch wären bis zur EXPO etwa 100.000 bis zu 20 km lange LKW-Fahrten nötig, um die 600.000m³ Bodenaushub auf die Deponien abzutransportieren!
Oberstes Ziel des ökologischen Bodenmanagements ist die Verwertung aller Aushubmassen für Landschaftsgestaltung und Umweltentwicklung direkt vor Ort. Um dies zu leisten ist ein detailliert angepasstes Managementsystem nötig, das bereits in der Planungsphase die Entstehung von Bodenaushub minimiert."

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

  1. War das Ökologische Bodenmanagement erfolgreich und welche Schlüsse wurden für Kronsberg-Süd gezogen?
  2. Wie viel Bodenaushub wird beim Bau von Kronsberg-Süd insgesamt anfallen?
  3. Wo wird der Bodenaushub derzeit "entsorgt" und wie weit ist die durchschnittliche Entfernung?