Anfrage Nr. 15-1480/2023:
Nachfrage zu Genitalverstümmelungen im Stadtbezirk

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Nachfrage zu Genitalverstümmelungen im Stadtbezirk

Unsere Anfrage zu bekannten Fällen von Genitalverstümmelungen im Stadtbezirk hat die Verwaltung in der letzten Bezirksratssitzung mit zwei offiziellen Fällen beantwortet. Gerade bei diesem brisanten Thema ist allerdings von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, auf die die Verwaltung bei der Beantwortung leider nicht eingegangen ist. Auf der Webseite des Niedersächsischen Innenministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung wird Stand Dezember 2019 anhand der Dunkelzifferstatistik geschätzt, dass in Niedersachsen etwa 5.200 betroffene Frauen und Mädchen leben, sowie 1.800 gefährdete Minderjährige. Aufgrund dieser hohen Zahlen ist leider davon auszugehen, dass auch bei uns im Stadtbezirk mehr betroffene und gefährdete Frauen und Mädchen leben, als die offizielle Zahl von zwei Fällen.

Wir fragen die Verwaltung:


1. Wie viele von Genitalverstümmelung betroffene und gefährdete Frauen und Mädchen leben laut Dunkelzifferstatistik im Stadtbezirk?

2. Welche Vereine im Stadtbezirk setzen sich gegen Genitalverstümmelung ein, klären auf und betreuen betroffene und gefährdete Frauen und Mädchen?

3. Wie unterstützt die LHH diese Vereine und wie hoch sind die jährlichen Zuwendungen/ Fördersummen?