Drucksache Nr. 15-1429/2013 N1 S1:
Mahnmal für die verfolgten Sinti und Roma in Mitte
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 17.06.2013
TOP 8.3.4.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Mitte (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1. Entscheidung
15-1429/2013 N1 S1
0
 
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates

Mahnmal für die verfolgten Sinti und Roma in Mitte
Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am 17.06.2013
TOP 8.3.4.

Beschluss

Die Landeshauptstadt wird aufgefordert, gemeinsam in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen der Verbände der Sinti und Roma an einem geeigneten Standort für ein Mahnmal für die zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Sinti und Roma im Stadtbezirk Mitte zu suchen und zu errichten.

Entscheidung


1. Vorbemerkung:

Auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem befindet sich ein Mahnmal für die Verfolgten Sinti und Roma (zurzeit Baustelle).
Am Standort des alten Bahnhofs Fischerhof in Hannover-Linden ist der vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti gestiftete Gedenkstein am 01.03.1996 der Öffentlichkeit übergeben worden.

Weil dieser Standort für die allgemeine Öffentlichkeit nur bedingt präsent ist, wurde in
Absprache mit den beteiligten Bezirksräten an der Stadtbahnhaltestelle Fischerhof eine „Informationstafel“ in einem von der Üstra zur Verfügung gestellten „Schaukasten“ platziert. Dadurch ist es täglich mehreren hundert Fahrgästen möglich, sich zu informieren.

Am 3. März 1998, zum 55. Jahrestag der Auschwitz-Deportation, wurde an der Stelle des Sammellagers im Altwarmbüchener Moor ein vom Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti gestiftetes Mahnmal eingeweiht.

2. Aktueller Stand

Die in der Begründung zum Antrag angesprochene Polizeidienststelle in der Hardenbergstraße war zunächst der konkrete Ansatzpunkt für eine mögliche und öffentlich zugängliche Informationstafel.

Hierzu sind Gespräche mit der Polizeidirektion mit dem Ergebnis geführt worden, dass zunächst die Polizeidirektion historische Recherchen anstellt und dann in Zusammenarbeit mit dem Projekt Erinnerungskultur ein abgestimmtes Konzept erarbeitet wird.

Ein Zwischenergebnis ist für Februar 2014 zu erwarten.

Danach ist verabredet, Gespräche mit Vertretern der Sinti und Roma über ein
mögliches Mahnmal aufzunehmen.