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Bei der Planung wurden Aspekte der sozialen Sicherheit und barrierefreien Erschließung des Weißekreuzplatzes berücksichtigt.
Von dem vorgeschlagenen Zonierungskonzept sind Menschen unabhängig ihres Geschlechts gleichermaßen betroffen.
Das Umgestaltungskonzept und die Umsetzungsmaßnahmen haben keine maßgeblichen Auswirkungen auf das Klima.
In den dargestellten Sach- und Dienstleistungskosten in Höhe von 107.147,00 € sind zusätzliche Ausgaben für die erforderliche jährliche Pflege und Unterhaltung in Höhe von 7.147,00 € enthalten.
Auf der Grundlage eines umfangreichen Planungsprozesses zur Attraktivierung der bahnhofsnahen Plätze Raschplatz, Andreas-Hermes-Platz und Weißekreuzplatz wurden seit dem Herbst 2022 vielfältige Lösungsansätze aufgezeigt (Informationsdrucksache 0239/2023).
Für den Weißekreuzplatz einschließlich der umliegenden Verkehrsflächen wurde daraufhin ein Zonierungskonzept zur Belebung und Erweiterung der Nutzungsvielfalt erstellt. (Beschlussdrucksache Nr. 0522/2023).
Daraus sind jetzt konkrete Umgestaltungsmaßnahmen für den inneren Stadtgrünplatz in Verwaltung des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün entwickelt worden.
Ziel ist eine grundlegende Verbesserung und Erweiterung der Aufenthaltsqualität mit zusätzlichen gastronomischen Angeboten auf der nördlichen Platzfläche, neue Spiel- und Bewegungsangebote für alle Generationen, eine robuste klimawandelangepasste Begrünung und die Förderung kultureller Angebote.
Bürger*innenbeteiligung
Bereits in 2017/2018 fand für den Weißekreuzplatz und den Andreas-Hermes-Platz ein umfangreicher Beteiligungsprozess statt. Im Ergebnis wurden zahlreiche Handlungsansätze zur gestalterischen Weiterentwicklung und Belebung der Plätze sowie Lösungsvorschläge zur Entschärfung der Nutzungskonflikte entwickelt. Diese Bürger*innenbeteiligung war eine wesentliche Arbeitsgrundlage für das seit Herbst 2022 entwickelte Zonierungskonzept Weißekreuzplatz.
Am 24.04.2023 wurde dieses Konzept in einer öffentlichen Dialogveranstaltung im Kulturzentrum Pavillon vorgestellt und diskutiert. Im Ergebnis haben sich die dargestellten Vorschläge bestätigt und sollen nun mit den nachfolgend beschriebenen Umbaumaßnahmen umgesetzt werden.
Darüber hinaus ist im Verlauf des 2. Halbjahres 2023 geplant, durch verschiedene Kommunikationsangebote, begleitet durch ein Moderationsbüro, die unterschiedlichen Maßnahmen und temporären kulturellen Veranstaltungen auf dem Platz öffentlich zu vermitteln. Ziel ist eine positive Entwicklung im Quartier zu befördern und die Identifikation und Aneignung für ein einvernehmliches Miteinander der unterschiedlichen Nutzungen auf dem Platz zu stärken.
Entwurfsbeschreibung
Sommergastronomie am Nordkopf
Auf dem Nordkopf wird eine Teilfläche für eine außengastronomische Nutzung als dauerhafter Maßnahmenbaustein zur Attraktivierung des Platzes bereit gestellt. Die auf der Fläche vorhandenen Bänke und Abfallbehälter werden zunächst abgebaut, Hecken und Pflanzkübel bleiben erhalten. Die Investitionen werden von den Gastronomen getragen und sind nicht Bestandteil dieser Drucksache.
Spiel und Bewegung für alle Generationen
Auf der unteren Rasenfläche parallel zur Lister Meile werden entlang einer neu angelegten Wegefläche Spiel- und Bewegungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen und Generationen realisiert.
2 Tischtennisplatten, 2 Bodentrampoline und eine raumgreifende Seilkletteranlage bieten vielfältige Angebote für Kinder und Erwachsene. Dazu wird ein schwenkbarer „Dribblertisch“ zum gemeinsamen Aktionsspiel aufgestellt. Eine Kugel muss mit Geschick unter einer Plexiglasscheibe durch ein Labyrinth in den Mittelpunkt balanciert werden. Ergänzt wird das Angebot mit zwei Pendelstangen zum Wippen und Balancieren.
Wege und Platzflächen
Die vorhandenen Wege- und Platzflächen an der Ostseite entlang des Laubengangs und auf der Nordseite werden renoviert. Unterhalb der Stufenanlage im Norden entsteht eine zusätzliche Fläche zum Boulespiel und für wechselnde Veranstaltungen.
Die Stützmauer entlang der Lister Meile erhält in 2 Abschnitten neue Öffnungen mit Stufen. Hier ist künftig eine einfache Querung zwischen der Straßenebene der Lister Meile und dem unteren Platz möglich. Die barrierefreie Querung mit den beiden gebogenen Rampen am Knickpunkt der Lister Meile bleibt erhalten. Die diagonale Wegequerung über den Rasen zwischen Lister Meile und der Friesenstraße wird geradlinig ausgerichtet und erneuert.
Erweiterung der Aufenthaltsangebote
An der Südseite unterhalb der Lindenbaumreihe entlang der Friesenstraße werden künftig zusätzliche Bänke und 3 kompakte Schachtische mit Sitzhockern ergänzt. Ein vorgelagerter Weg verbindet hier künftig zusätzlich die beiden Platzseiten.
Daneben sind auf der Stützmauer entlang der Lister Meile zahlreiche neue Sitzauflagen geplant.
Gehölzpflanzungen
Markante Gehölzpflanzungen aus mehrstämmigen Baumgruppen gliedern die Spiel- und Bewegungsbereiche und werten den inneren Platz durch besondere Blattfarben, Blüten und Wuchsformen zusätzlich auf.
Die zentrale Rasenfläche wird grundlegend erneuert.
Baudurchführung und Baukosten
Die Bauausführung erfolgt durch den stadteigenen Ausbildungsbetrieb Garten- und Landschaftsbau im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün OE 67.31.8.
Die Baukosten für die oben beschriebenen Maßnahmen betragen 308.000,- €.
Zusammen mit den Baunebenkosten in Höhe von 27.000,- für Gutachten und Moderation ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 335.000,- €.
Zeitplan
Die Bauzeit ist von Juli bis voraussichtlich Oktober 2023 kalkuliert.
Nachfolgend werden im Winterhalbjahr 2023/2024 die Gehölze gepflanzt.