Antrag Nr. 15-1282/2023:
Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Bereich der „Hot Spots“ des Stadtbezirks Buchholz-Kleefeld

Informationen:

verwandte Drucksachen:

15-1282/2023 (Originalvorlage)
 > 1. Entscheidung zur Originalvorlage

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Gemeinsamer Antrag von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion, Bezirksratsherrn Bolm (parteilos), Bezirksratsherrn Plotzki (Die LINKE.) und Bezirksratsherrn Senger (FDP)

Inhalt der Drucksache:

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Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Bereich der „Hot Spots“ des Stadtbezirks Buchholz-Kleefeld

Antrag

Die Verwaltung wird aufgefordert, entsprechend der Vorschläge des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün, Bereich Umweltschutz, Umweltplanung und Klimawandelanpassung vom 25.1.2023 folgende Maßnahmen im Stadtbezirk 04 möglichst zeitnah umzusetzen:

Die Maßnahme 1 unter Berücksichtigung des Erhalts einiger Parkplätze auf der Westseite der Hölderlinstraße,

die Maßnahmen 2a, 2b, 3, 5 , 6, 7, 8 (unter Berücksichtigung der Veloroute), 9,

11 (nur an ehemaliger Bushaltestelle umsetzen, evtl. weitere einzelne Baumstandorte zwischen den Stellflächen nach dem Vorbild der Scheidestraße)

12, 13, 14 (Hausnummern 26a-28),

15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 27 (hier Entsiegelung von 1-2 Kfz-Parkplätzen für Baumstandorte oder Büsche), 29-33.

Begründung


In der Sitzung des Stadtbezirksrates Buchholz-Kleefeld am 14.11.2019 wurde die „Analyse der klimaökologischen Funktionen und Prozesse für das Stadtgebiet Hannover 2016/2017“ in ihren Details für den Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld vorgestellt. Auf dem Hintergrund der Vorstellung dieser Analyse wurde am 17.5.2021 der Bezirksratsantrag auf Vorbereitung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung (interfraktionell), Drucksache Nr. 15-1183/2021, gestellt.

Der Stadtbezirksrat hatte die Verwaltung aufgefordert, geeignete Maßnahmen zur Verringerung von Hitzestauungen im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld zu ermitteln und dem Stadtbezirksrat eine Vorschlagsliste detailliert und zeitnah vorzustellen. Hierzu sollten Maßnahmen, wie insbesondere systematische Flächenentsiegelungen in den

Nebenanlagen von Straßen, auf Plätzen, um Bepflanzungen um Bäume herum (Vergrößerung der Baumscheiben) oder die Neu-Anlage von insektenfreundlichen Blühwiesen- und Pflanzstreifen, etc. geprüft werden. Insbesondere sollten dabei die "regiozertifizierten" "Hannoverschen Mischungen" mit gebietsheimischen insektenfreundlichen Pflanzenarten für die öffentlichen Flächen beispielhaft verwendet werden. Entsiegelungen sollten den natürlichen Wasserhaushalt wiederherstellen. Regenwasser sollte zurückgehalten werden und verdunsten, zur Grundwasserneubildung beitragen oder verzögert abfließen.

Die Verwaltung hatte dem Antrag zugestimmt, aber bezüglich einer zeitnahen Bearbeitung darauf hingewiesen, dass die Aktualisierung der Klimaanalyse für die Landeshauptstadt Hannover beauftragt wurde und die Ergebnisse voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 vorliegen werden.

Die neue Klimaanalyse 2022 liegt der Verwaltung seit Dezember 2022 vor. Sie bestätigt im Wesentlichen die „Hot Spots“ der Klimaanalyse 2016. Die bereits vor Erscheinen der neuen Klimaanalyse erstellten Maßnahmenvorschläge sind weiterhin sinnvoll. Die auf dem Hintergrund auch der aktuellen Klimaanalyse vorgeschlagenen Maßnahmen des Fachbereichs Umwelt stellen einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Klimafolgen im Stadtbezirk dar und sollten deshalb möglichst umfassend umgesetzt werden.