Drucksache Nr. 15-1279/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Gartenstadt Hannover-Nord - Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
Sitzung des Stadtbezirksrates Bothfeld-Vahrenheide am 22.05.2019
TOP 4.3.4.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-1279/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Gartenstadt Hannover-Nord - Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
Sitzung des Stadtbezirksrates Bothfeld-Vahrenheide am 22.05.2019
TOP 4.3.4.

Mit dem Projekt „Gartenstadt Hannover-Nord“ der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH wird auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne voraussichtlich eines der größten Neubaugebiete in Hannover entstehen. Neben ca. 10.000 m² Nutzfläche für Büro- und Dienstleistungen und 2.000 m² Verkaufsfläche für Vollsortimenter und diverse kleinteilige Einzelhandelsflächen sollen nach derzeitigem Stand ca. 575 Wohneinheiten entstehen, die ca. 1500 neue Bewohner*innen nach sich ziehen werden.
In Anbetracht der großen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und der absehbar weiter steigenden Einwohner*innenzahl in der Landeshauptstadt Hannover muss es eine der vordringendsten Aufgaben sein, möglichst preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Nach Bedarfsanalysen der Verwaltung besteht insbesondere ein sehr großer Bedarf an kleinen Wohnungen sowie an sehr großen Wohnungen für Familien mit 3 Kindern und mehr.
Gleichzeitig spielt das Thema Flächenverbrauch – insbesondere in einem stark verdichteten Bereich wie der Landeshauptstadt Hannover – eine immer wichtigere Rolle.

Vor diesem Hintergrund fragt die Grüne Bezirksratsfraktion die Verwaltung:

1. Wie viele freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser etc. werden nach derzeitigem Stand voraussichtlich entstehen und in etwa wie vielen Personen ein neues Zuhause bieten?

2. Wie viele Mehrfamilienhäuser werden nach derzeitigem Stand voraussichtlich entstehen und in etwa wie vielen Personen ein neues Zuhause bieten?
3. Wie viele Vollgeschosse sind für die Mehrfamilienhäuser jeweils vorgesehen und wie viele zusätzliche Wohneinheiten würden sich in etwa ergeben, wenn alle Mehrfamilienhäuser mit einem oder zwei Vollgeschoss(en) mehr errichtet werden würden?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1:
Die aktuelle Planung des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes 1673 sieht den Bau von ca. 260 Wohnungen in freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel- oder Reihenhäusern vor. Die genaue Anzahl der in diesen Wohnformen dort zukünftig lebenden Menschen lässt sich schlecht abschätzen, sie dürfte wegen des erfahrungsgemäß hohen Anteils junger Familien aber deutlich über dem Durchschnittswert von 2,3 Personen/ Wohnung, der für Neubauquartiere angesetzt wird, liegen. Dementsprechend kann man für diesen Teil des Neubauquartiers mit mehr als 600 Personen rechnen.

Zu Frage 2:
Gegenüber früheren Planungen liegt die Anzahl der Geschosswohnungen jetzt bei ca. 500. Da es sich bei dem vorgenannten Wert von 2,3 Personen/ Wohnung um einen Durchschnittswert der verschiedenen Gebäude- bzw. Wohnformen handelt, liegt aufgrund des höheren Wertes bei Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern der Rechenwert der Anzahl der Personen/ Wohnung im Geschosswohnungsbau niedriger. Die Zahl wird aber im Wesentlichen auch noch von der Größe der einzelnen Wohnung bzw. dem sogenannten Wohnungsmix im Geschosswohnungsbau bestimmt. Es sind demnach für den Bereich der geplanten Mehrfamilienhäuser weniger als die rechnerischen 1150 Personen anzusetzen.

Zu Frage 3:
Der Bebauungsplanentwurf sieht für den Geschosswohnungsbau bis zu 4 Vollgeschosse vor. Würde man diese zulässige Anzahl der Vollgeschosse beispielsweise um 2 auf 6 erhöhen, so entstünden nicht automatisch 50 % mehr Wohnungen. Zu beachten ist dabei, dass höhere Gebäude baurechtlich auch wiederum größere Gebäudeabstände untereinander erfordern, um gesunde und qualitätvolle Wohnbedingungen zu gewährleisten. Außerdem erfordert eine höhere Personendichte in den Gebäuden mehr Fläche bei den öffentlichen Grün- und Verkehrsflächen etc. bis hin zu größeren Folgeeinrichtungen bzw. mehr Kita-Plätzen.