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Straßenbenennung im Stadtteil Seelhorst
Antrag,
die folgende Straßenbenennung zu beschließen:
Die geplante Erschließungsstraße (Bebauungsplan Nr. 1140 1. Änderung), welche auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei in der Peiner Straße liegt, nördlich von der Peiner Straße abzweigt und auch wieder auf diese führt, erhält - vorbehaltlich der Ergebnisse der historischen Überprüfung - den Namen
Hildegard-Wegner-Hof.
Übersichtskarte siehe Anlage 1.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Die Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen dient vor allem der Orientierung innerhalb einer Stadt. Damit wird ein zweifelsfreies und schnelles Auffinden, insbesondere in Notsituationen, sichergestellt. Straßenbenennungen sind somit allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen dienlich.
Kostentabelle
Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilergebnishaushalt 61 - Investitionstätigkeit
Produkt 5103 | sonstige Leistungen Geoinformation |
| Angaben pro Jahr |
| Ordentliche Erträge | Ordentliche Aufwendungen |
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| | Personalaufwendungen |
€2,175.00 |
| Sach- und Dienstleistungen |
€625.00 |
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| Saldo ordentliches Ergebnis |
(€2,800.00) |
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Die Kosten für Straßenbenennungen sind als Durchschnittswerte zu betrachten.
Begründung des Antrages
Für die geplante Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei in der Peiner Straße, ehemals Hausnummer 135, liegen Bauanzeigen vor, welche in Teilen bereits durch die Bauordnung bestätigt worden sind. Sämtliche der 40 dort entstehenden Gebäude werden über die neue Erschließungsstraße erreicht. Um eine eindeutige und zweifelsfreie Hausnummernzuordnung erreichen zu können, ist eine eigenständige Namensgebung für die Straße erforderlich. Die Benennung wird zum jetzigen Zeitpunkt dringend benötigt, da ein Teil der Bebauung bereits baurechtlich ermöglicht worden ist und für den Verlauf der Bauarbeiten die Angabe der künftigen Adressen erforderlich wird, beispielsweise für die Anträge bei Versorgern, Versicherungen etc.
Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel möchte mit dieser Benennung Hildegard Wegner ehren. In Anlehnung an das Konzept des Beirats zur wissenschaftlichen Überprüfung namensgebender Persönlichkeiten ist eine Prüfung der Namensgeberinnen und Namensgeber erforderlich, die 1945 älter als 18 Jahre alt waren (= Jahrgänge 1928 und früher). Die dafür notwendige Auskunft zu Hildegard Wegner aus dem Bundesarchiv steht noch aus, weswegen zunächst lediglich ein vorbehaltlicher Benennungsbeschluss gefasst werden kann. Die tatsächliche Umsetzung erfolgt erst, wenn sich aus dieser Prüfung keine Hinderungsgründe ergeben.
Hildegard Elisabeth Wegner, geboren am 15.04.1927 in Winsen (Luhe) und verstorben am 09.02.2014 in Hannover, war eine Döhrener Fotografin und bekannte Puppenkünstlerin, die ihre aus Holz und Stoff gefertigten Werke "Kreaturen" nannte. Ein naheliegender Begriff, zumal sie wie reale Geschöpfe wirken und so an lebendige Gestalten erinnern, die man alltäglich auf der Straße beobachten kann. Mit diesen eindringlichen Puppenwesen machte sich Hildegard Wegner international einen Namen als Puppenmacherin. Ihr einziges Exponat mit einem direkten Bezug zum Stadtteil Döhren, eine lebensgroße Figur des als Einsiedler bekannten Edelbert Aselmann, konnte 2010 vom Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel erworben und der Ortsgruppe Döhren-Wülfel "Im Kleinen Freien" des Heimatbundes als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden. Der Einsiedler fand damit seinen Platz im Döhrener Turmzimmer in der Sophienresidenz an der Wiehbergstraße und konnte so für den Stadtbezirk bewahrt werden.
61.21
Hannover / May 23, 2016