Drucksache Nr. 15-1218/2020 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Plattform schulen-hannover.de
Sitzung des Stadtbezirksrates Südstadt-Bult am 17.06.2020
TOP 6.1.1.

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Südstadt-Bult (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
Antwort
15-1218/2020 F1
0
 

Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Plattform schulen-hannover.de
Sitzung des Stadtbezirksrates Südstadt-Bult am 17.06.2020
TOP 6.1.1.

Anfrage der CDU-Fraktion

Die digitale Bereitstellung von Lernmitteln sowie eine direkte digitale Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern sind insbesondere in der derzeitigen Corona-Krise unabdingbar. Während der Osterferien hat die Landeshauptstadt Hannover 46 weitere Schulen an die im städtischen Rechenzentrum betriebene Plattform schulen-hannover.de angeschlossen. Die anderen Schulen betreiben, laut der Pressemitteilung der Stadt, einen eigenen Schulserver.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Welche Schulen im Stadtbezirk haben einen Zugriff auf schulen-hannover.de und welche haben Zugriff auf eigene Plattformen?
2. Haben alle Schüler Zugriff auf eine Art der Plattform und inwieweit unterscheiden sich die Plattformen untereinander?
3. Wie werden Lehrkräfte geschult und wie wird sichergestellt, dass die Plattformen auch genutzt werden?

Antwort

Zu 1.:
Im Stadtbezirk Südstadt-Bult haben folgende Schulen seit dem 22.04.2020 Zugriff auf schulen-hannover.de:
· GS Tiefenriede
· IGS Südstadt
· SbpP Südstadtschule

Im Stadtbezirk Südstadt-Bult haben folgende Schulen seit dem 29.05.2020 Zugriff auf
schulen-hannover.de:
· GY Elsa-Brändström-Schule

Folgende Schulen haben seit dem 22.04.2020 Zugriff auf schulen-hannover.de und verfügen zusätzlich über einen selbst betrieben iServ-Schulserver:
· GS Ottfried-Preußler-Schule
Folgende Schulen haben seit dem 29.05.2020 Zugriff auf schulen-hannover.de und verfügen zusätzlich über einen selbst betrieben iServ-Schulserver:
· GS Kestnerstraße
· GY Bismarckschule
· GY Tellkampfschule

Folgende Schulen hätten seit dem 29.05.2020 Zugriff auf schulen-hannover.de, haben aber noch keinen Ansprechpartner gemeldet. Sie verfügen zusätzlich über einen selbst betrieben iServ-Schulserver:
· GY Wilhelm-Raabe-Schule

Zu 2.:
Durch den Anschluss im Rahmen der Osterferien verfügen alle Schüler*innen über die Möglichkeit eine Plattform zu nutzen (entweder schulen-hannover.de oder schuleigener Server iServ).

Die Plattform schulen-hannover.de wird im Rechenzentrum der Landeshauptstadt Hannover betrieben. Für die Plattform gibt es auch einen Support durch die Administrator*innen der LHH. Die iServ Schulserver werden direkt in der Schule betrieben, der Support läuft über Lehrkräfte, Schuladministrator*innen oder Wartungsverträge der Schulen mit Externen.

Die Plattform schulen-hannover.de beinhaltet eine automatisierte Nutzer*innenverwaltung (Identity Management), die direkt aus der Schulverwaltungssoftware automatisiert die Nutzer*innendaten erstellt. An dieses Identity Management ist das Lernmanagentsystem Webweaver der Fa. DigiOnline angeschlossen, welches im Rechenzentrum der LHH betrieben wird. Zudem können weitere Dienste, wie z. B. die digitalen Inhalte der Stadtbibliothek Hannover angeschlossen werden. Über schulen-hannover.de erhalten die Nutzer*innen (Lehrkräfte und Schüler*innen) auch eine E-Mail-Adresse (vorname.nachname@schulen-hannover.de) zur Kommunikation.

Der inhaltliche Umfang der Plattformen schulen-hannover.de und iServ ähnelt sich insoweit, alsdass eine Dateiablage, Kommunikationstools und seit April auch eine Videokonferenz-Lösung angeboten werden. Auf den Inhalt der iServ Schulserver hat die LHH keinen Einfluss.
Die Plattform schulen-hannover.de wird den Schulen vom Schulträger zur Verfügung gestellt, die Lizenzkosten werden im Haushaltsjahr 2020 durch vorhandene Haushaltsmittel gedeckt. Für die Folgejahre werden die Kosten in den Haushaltsplanberatungen aufgenommen.
Die Kosten für die Lizenzen von iServ erbringen die Schulen aus den zur Verfügung gestellten Schulbudgets.

Zu 3.:
Die Schulungen von Lehrkräften sind generell Aufgabe des Landes und werden vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) über die regionalen Medienzentren angeboten. Für schulen-hannover.de hat das Land aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keine Kapazitäten. Ebenso ist es nicht möglich Präsenztermine anzubieten.
Die Fa. Digionline hat einen Fortbildungsplan erarbeitet, welcher neben webbasierten Einstiegstutorials (wie funktioniert der Webweaver, wie funktioniert der „Lernplan“ zur Erstellung von wöchentlichen Lernplänen für die Schüler*innen) auch eine digitale Sprechstunde zu jeweils technischen und organisatorischen Themen anbietet.
Diese Angebote sollen zeitnah über schulen-hannover.de angeboten werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit den Support der LHH für einzelne Fragestellungen anzufragen.

Die tatsächliche Nutzung bleibt in der pädagogischen Hand der Schulen – hierauf kann der Schulträger keinen Einfluss nehmen.