Antrag Nr. 15-1183/2021:
Klimaanpassungsmaßnahmen und Flächenentsiegelungen

Inhalt der Drucksache:

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Klimaanpassungsmaßnahmen und Flächenentsiegelungen

Antrag

Der Stadtbezirksrat möge beschließen:
1.. Die Verwaltung wird aufgefordert, geeignete Maßnahmen zur Verringerung von Hitzestauungen im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld zu ermitteln und dem Stadtbezirksrat als Vorschlagsliste detailliert und zeitnah vorzustellen. Hierzu sind Maßnahmen, wie insbesondere systematische Flächenentsiegelungen in den Nebenanlagen von Straßen, auf Plätzen, um Bepflanzungen und Bäumen herum (Vergrößerung der Baumscheiben), oder die Neu-Anlage von insektenfreundlichen Blühwiesen- und Pflanzstreifen, etc. zu prüfen. (Als Referenzobjekt sollte Folie Nr. 11 'Planungshinweiskarte Stadtklima' aus der „Analyse der klimaökologischen Funktionen und Prozesse für das Stadtgebiet Hannover 2016/2017“ dienen)

2.. Die Umsetzung der Maßnahmen soll erst nach Vorstellung, Beteiligung der Einwohner*innen, eventueller Änderungen/ Ergänzungen und Beschlussfassung im Stadtbezirksrat erfolgen.

Begründung


In der Sitzung des Stadtbezirksrates Buchholz-Kleefeld am 14.11.2019 wurde die „Analyse der klimaökologischen Funktionen und Prozesse für das Stadtgebiet Hannover 2016/2017“ in ihren Details für den Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld vorgestellt. Eines der am stärksten durch den Klimawandel betroffenen Gebiete ist beispielsweise der Roderbruch. Hier sinken nachts die Temperaturen nicht mehr hinreichend, um die notwendige Erholung im Schlaf zu gewährleisten. Der hohe Bodenversiegelungsgrad in diesem Gebiet führt tagsüber zu einer starken Aufheizung des Gebietes, die nach Sonnenuntergang nur ungenügend abklingt.

Schon jetzt sind einschlägige Handlungserfordernisse erkennbar:

1. Mäßiger bis starke Wärmeinseleffekte sind im Bereich Kleefeld, um die MHH herum, im Roderbruch sowie im Bereich östlich des Weidetorkreisels zu adressieren.

2. Geringe bis mäßige Wärmeinseleffekte sind im Heideviertel sowie östlich Osterfelddamm zu adressieren. (Siehe hierzu Folie Nr. 6 aus der „Analyse der klimaökologischen Funktionen und Prozesse für das Stadtgebiet Hannover 2016/2017“)

Eine systematische Flächenentsiegelung und die Neuanlage von Pflanzstreifen mit geeigneten Pflanzen kann einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas leisten. Insbesondere sollen dabei die "regiozertifizierten" "Hannoverschen Mischungen" mit gebietsheimischen insektenfreundlichen Pflanzenarten für die öffentlichen Flächen beispielhaft verwendet werden.

Entsiegelungen sollen den natürlichen Wasserhaushalt wiederherstellen. Regenwasser soll zurückgehalten werden und verdunsten, zur Grundwasserneubildung beitragen oder verzögert abfließen.