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Löschwasserversorgung im Lohweg
Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird aufgefordert, das Hydrantennetz im Lohweg auf den vorherrschenden Leitungsdruck und die maximale Fördermenge bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Hydranten zu prüfen. Gleichzeitig ist die Erschließung weiterer unabhängiger Löschwasserquellen bei Feststellung von Sollabweichungen vorzunehmen.
Begründung
Eine Verwertungshalle für Kunststoffe des Recyclinghofs der Firma Noris in Misburg-Süd ist am 27.04.2021 in Brand geraten. Weitere Brände traten auf dem Firmengelände am 24.10.2009, 11.01.2013, 13.08.2020, 17.09.2020 auf, in allen genannten Fällen stellte die Löschwasserversorgung die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor erhebliche Schwierigkeiten. Das Vorhandensein von ausreichend Löschwasser ist für den Schutz von Menschenleben und Sachwerten essentiell und eine Problematik in der Versorgung kann für die Einsatzkräfte zur Ausbreitung des Schadensereignisses führen und eine schnelle Begrenzung und Schutz der genannten Werte nahezu unmöglich machen. Gleichzeitig führt eine schnelle Löschung zu weniger Belastung für die Umwelt z.B. durch Vermeidung von Schadstoffemission. In dem genannten Straßenabschnitt sind in diesem Bereich drei Hydranten vorhanden, die im Bedarfsfall nicht unabhängig voneinander sind. Entsprechend kann aus den jeweiligen Hydranten nicht die theoretische maximale Fördermenge bezogen werden. In Anbetracht der Brandlast durch die Kunststoffe sind bei einem Brandereignis erhebliche Löschwassermengen erforderlich. Am 27.04.2021 wurden für die Einsatzstelle 11.000 l/min benötigt, die nicht ansatzweise aus dem vorhandenen Hydrantennetz entnommen werden konnten.