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Die Stadt Hannover hat sehr viele Grünflächen, die alle Bewohner lieben und die für alle ein vielfältiges Naturerlebnis darstellen. Allerdings sind Grünflächen auch für vielfältige Möglichkeiten der naturnahen Freizeitgestaltung und Erholung durch Ruhezonen, Spiel- und Sportnutzung wichtig und erforderlich. Insofern muß man einen Kompromiß zwischen der Nutzung von Flächen durch den Menschen und Habitate für Tiere, insbesondere auch Vögel und Insekten, finden.
Zur Förderung der Tierhabitate werden zur Zeit von der Stadt auf vielen Wiesen Blühflächen durch die Aussaat von Wildblumen, Kräutern und Gräsern angelegt, um die Insektenvielfalt zu erhalten und fördern.
Fragen an die Verwaltung:
1) Welche der vorhandenen Grünflächen in unserem Stadtbezirk werden aktuell als Blühwiesen genutzt?
2) Welche Grünflächen unseres Stadtbezirkes sind in der Planung für die zukünftige Nutzung als Blühwiesen und welche Grünflächen unseres Stadtbezirkes werden weiterhin als Freizeitflächen zur Verfügung stehen?
3) Wie sieht die Stadt den o.g. Kompromiß zwischen Freizeitnutzung und reinen Naturflächen / -habitaten?
Zu 1.
· Am Gutspark
· Am Sandberge Grundschule
· An der Feldbuschwende Grundschule
· An der Trift Ost
· An der Trift West
· Anni-Rath-Weg
· Bemeroder Straße / Parkplatz Kleingärten
· Bemeroder Straße Gartenheim
· Biener Busch
· Brabeckstraße
· Brabeckstraße
· Dreibirkenweg
· Ellernbuschfeld / Paul-Theile-Weg
· Emslandstraße West
· Feldbuschwende
· Feldbuschwende
· Flachsrottenweg
· Hermann-Löns-Park
· Hugo-Knappworst-Weg Nord
· Kattenbrookpark Mitte
· Laatzener Straße
· Mira-Lobe-Weg / Börgerstraße
· Niederfeld / Kirchbichlerstraße
· Oheriedenpark
· Paul-Theile-Weg
· Süßroder Weg / HAZ
· Victoria-Saffe-Weg
· Wasserkampstraße Grundschule
· Weinkampswende
Zu 2.
Geeignete Flächen werden kontinuierlich geprüft und gesammelt, Vorschläge für 2026 und folgende liegen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.
Zu 3.
Die Stadt verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen Anforderungen an Grünflächen in einem ausgewogenen und nachhaltigen Gesamtkonzept zusammenzuführen. Dabei gilt es, die Förderung der biologischen Vielfalt und den Schutz von Lebensräumen für Tiere – insbesondere Insekten und Vögel – mit den berechtigten Bedürfnissen der Bevölkerung nach wohnortnahen Freizeit-, Spiel- und Erholungsflächen in Einklang zu bringen.
Blüh- und Extensivwiesen stellen einen wichtigen Baustein der Biodiversitätsstrategie dar, da sie zur Stabilisierung von Ökosystemen beitragen und dem Rückgang von Bestäubern entgegenwirken. Gleichzeitig haben öffentlich zugängliche Grünflächen eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität, Gesundheit und soziale Nutzung im Stadtbezirk.
Vor diesem Hintergrund erfolgt die Ausweisung von Flächen als Blühwiesen nicht pauschal, sondern differenziert und standortbezogen. Kriterien wie die Nutzungsintensität, die Lage im Stadtgebiet, bestehende Freizeitfunktionen sowie die ökologische Eignung der Fläche werden in die Abwägung einbezogen. Ziel ist es, stark frequentierte und für Freizeitnutzungen besonders geeignete Flächen auch weiterhin in dieser Funktion zu erhalten, während weniger intensiv genutzte oder ökologisch besonders geeignete Bereiche verstärkt für naturnahe Entwicklungen vorgesehen werden.
Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf der funktionalen Vernetzung von Biotopen. Einzelne Blühflächen entfalten ihre ökologische Wirkung in besonderem Maße dann, wenn sie miteinander verbunden sind und Tieren Wander- und Austauschmöglichkeiten bieten. Daher wird bei der Planung darauf geachtet, bestehende und neue Flächen möglichst so zu entwickeln und anzuordnen, dass sie als Teil eines zusammenhängenden Biotopverbundes wirken und die ökologische Gesamtfunktion im Stadtgebiet stärken.
Darüber hinaus wird der Kompromiss durch eine räumlich ausgewogene Verteilung unterschiedlicher Nutzungsarten erreicht, sodass sowohl attraktive Aufenthaltsflächen als auch wertvolle Lebensräume im Stadtbezirk vorhanden sind. Die Stadt wird diesen Ansatz fortlaufend überprüfen und bei Bedarf anpassen, um sowohl den ökologischen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Aktuell werden ca. 17 % der gesamtstädtischen Grünflächen naturnah gepflegt und entwickelt.