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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Verbesserungen an Haltestellen des Schienenersatzverkehrs (SEV)
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 10.06.2026
TOP 6.3.2.
Bereits mehrfach waren im Stadtbezirksrat die Haltestellen des SEV der Linie 6 ein Thema. Diese befinden sich teilweise an Grünflächen oder an zu kurzen Haltebuchten, sodass der Bus nicht an den Gehweg heranfahren kann. Zudem wird Parken durch Kraftfahrzeuge hier weiterhin geduldet, sodass die Haltestellen bei ungeplantem Schienenersatzverkehr zugeparkt sind. Stattdessen werden für geplanten Schienenersatzverkehr immer Schilder beauftragt, um auf das dort ohnehin durchgehend bestehende Halteverbot aufmerksam zu machen. Aufgrund der Duldung verbotenen Parkens in den übrigen Zeiten muss also sogar noch zusätzliches Geld ausgegeben werden, statt durch Ahndung Einnahmen und freie Haltestellen zu erzielen. Beim neuesten geplanten Schienenersatzverkehr wurde nun sogar noch eine Verkehrsinsel im Bereich der Haltestelle Tierärztliche Hochschule rückgebaut, vermutlich damit der Kfz-Verkehr die wartenden Busse besser überholen kann. Es zeigt sich: Erleichterungen im Zusammenhang mit dem Schienenersatzverkehr sind also durchaus möglich, allerdings sind diese nur für den Kfz-Verkehr erkennbar und nicht für diejenigen, die den SEV nutzen. Dass absehbar keine Barrierefreiheit hergestellt werden kann, wurde bereits ausgesagt, aber möglicherweise gibt es dennoch Optionen für vergleichsweise aufwandsarme Verbesserungen. Denn so kann der Zustand nicht bleiben.
Hierzu stellen wir folgende Fragen:
- Wird die Verkehrsinsel an der Tierärztlichen Hochschule wieder errichtet, um für Menschen zu Fuß hier wieder eine erleichterte Querung zu haben?
- Welche realistischen Möglichkeiten von Verbesserungen und Erleichterungen gibt es im Zusammenhang mit den zahlreichen Barrieren für die Nutzenden des Schienenersatzverkehrs und welche wurden zuletzt umgesetzt?
- Warum wird das Falschparken an Haltestellen des SEV weiterhin geduldet, statt hier ganz einfach durch die Ahndung dieses Falschparkens oder aber kostengünstige Markierung einer Sperrfläche/Zickzacklinie schnell eine Verhaltensänderung und somit freie Haltestellen zu erreichen?
Text der Antwort
Zu den Punkten 1- 3:
Im Stadtbezirk Kirchrode–Bemerode–Wülferode gab es in den letzten Jahren keinen ungeplanten Schienenersatzverkehr.
Aufgrund von Gleisbauarbeiten im Gleisbogen Feldbuschwende im Oheriedentrift, zwischen Feldbuschwende und Wittbusch, gab es zwei geplante Schienenersatzverkehre in den Zeiträumen 16.07. – 25.07.2025, sowie 01.05. - 04.05.2026.
In beiden Fällen des geplanten Schienenersatzverkehrs erfolgte die Umsetzung Verkehrsmaßnahmen auf Grundlage des zwischen der Üstra und der Verwaltung abgestimmten „Konzeptes Schienenersatzverkehr“.
In dem Zuge wird auch das Thema „Barrierfreiheit für die Nutzenden des Schienenersatzverkehrs“ bestmöglich berücksichtigt.
Die Fußgängerschutzinsel in der Bemeroder Straße, Haltestelle Bünteweg TiHo, wird schnellstmöglich wiederhergestellt.
Grundsätzlich hat es sich bewährt, dass Haltverbote im Bereich der Ersatzhaltestellen tatsächlich nur dann eingerichtet werden, wenn diese auch tatsächlich genutzt werden. In dem gemeinsamen Abwägungsergebnis zwischen Verwaltung und Üstra wird es weiterhin für verhältnismäßig erachtet, dass diese Flächen ansonsten für ein reguläres Parken zur Verfügung stehen.
Vor dem Hintergrund der vorgenannten sehr wenigen Zeiträume, in denen die Ersatzhaltestellen tatsächlich „aktiviert“ wurden/werden mussten, ist diese Entscheidung auch als sachgerecht zu qualifizieren.