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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Stadtteilzentrum KroKuS und geplante Dependance
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode
am 08.05.2019 - TOP 5.3.4.
Die Verwaltung schlägt im Rahmen der Bebauung Kronsberg-Süd vor, eine Dependance des Stadtteilzentrums KroKuS zu errichten. Insgesamt sollen hierfür 485 m² zzgl. Sanitär-, Technik-, Verkehrsflächen gebaut werden. Unter anderem plant die Verwaltung in dieser Dependance auch vier Büros für ein interdisziplinäres Dependance-Team.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Für welche Bauabschnitte, wie viele Bewohner*innen und wie viele Mitarbeitende ist das bestehende Stadtteilzentrum KroKuS am Thie inklusive Krokulino ursprünglich geplant und errichtet worden?
2. Für wie viele Einwohner*innen und Mitarbeitende sind andere Freizeitheime in Hannover (wie z.B. in Ricklingen oder Vahrenwald/List) ausgerichtet?
3. Welche zusätzlichen Betriebskosten und Personalkosten kämen im Ergebnishaushalt der LHH durch die geplante Dependance auf?
Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt:
Antwort der Verwaltung zu Frage 1:
Das Stadtteilzentrum KroKuS wurde im Quartier Kronsberg im Rahmen einer integrierten und ökologischen Quartiersplanung anlässlich der Weltausstellung geplant und errichtet. Jedoch nicht ausschließlich für dieses neue Quartier. Das Stadtteilzentrum ist eine Einrichtung für den gesamten Stadtbezirk mit derzeit ca. 32.000 Einwohner*innen (zukünftig plus Kronsrode) und auch darüber hinaus. Im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode war bis dahin keine vergleichbare Einrichtung vorhanden.
Der KroKuS arbeitet mit einem – in Hannover einmaligen – integrierten Konzept als kulturelles und soziales Zentrum und ist mit keiner anderen Einrichtung in Hannover vergleichbar. Die integrierte Stadtteilarbeit beinhaltet Stadtteilkultur, Bibliothek, Gemeinwesenarbeit, Jugendarbeit, Spielpark und Hort. Daher sind hier - auch mit anderen Einrichtungen nicht vergleichbar – mehr Mitarbeitende, insgesamt 16,5 Stellen, unter einem Dach und in einer gemeinsamen Arbeitsstruktur beschäftigt.
In der DS 2865/2018 zur Errichtung einer Grundschule und einer Dependance des KroKuS wird die Dependance im neuen Quartier begründet. Für Stadtteilkultur und auch die Jugendarbeit sind wohnortnahe öffentliche Räume und Ansprechpartner*innen notwendig, um nachbarschaftliche Strukturen im neuen Quartier aufzubauen und zu stärken, kulturelle Bildung und Aktivitäten sowie bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen. Der KroKuS ist bereits jetzt sehr gut ausgelastet und kommt an seine räumlichen und personellen Grenzen und wird dem Bedarf im neuen Quartier ohne eine Dependance nicht gerecht werden können.
Antwort der Verwaltung zu Frage 2:
Auch in Ricklingen und Vahrenwald sind die Stadtteilkultureinrichtungen für den jeweiligen Stadtbezirk und darüber hinaus zuständig und tätig. Der Stadtbezirk Ricklingen hat derzeit 46.000, der Stadtbezirk Vahrenwald/List 71.000 Einwohner*innen. In beiden Einrichtungen befindet sich ebenfalls eine Stadtteilbibliothek. Im Stadtteilzentrum Ricklingen noch ein Bürgeramt und im Freizeitheim Vahrenwald eine Kindertagesstätte und eine Hortgruppe. Beide Einrichtungen sind räumlich größer als das Stadtteilzentrum KroKuS. Die Stadtteilkultureinrichtungen auch in den anderen Stadtbezirken sind, was die Größe und Anzahl der Mitarbeitenden angeht, nicht vergleichbar.
Antwort der Verwaltung zu Frage 3:
Die genauen zusätzlichen Kosten können noch nicht beziffert werden. Sie werden für den Haushalt 2021 berechnet.