Drucksache Nr. 15-1112/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Bienenwiesen im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am
08.05.2019 - TOP 5.3.3.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode (zur Kenntnis)
 
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15-1112/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Bienenwiesen im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am
08.05.2019 - TOP 5.3.3.

Die Bienenpopulation und die Pflanzenvielfalt geht insgesamt beunruhigend zurück. Viele Städte und so auch Hannover sind dazu übergegangen, dem durch zusätzlich Bienenwiesen auf Verkehrsinseln und Mittelstreifen entgegenzuwirken. Auch im Bezirk 06 sollten die Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Wir fragen daher die Verwaltung:

0. In welchem Maße können entsprechende Pflanzungen oder Aussaaten auf Mittelstreifen und Verkehrsinseln erfahrungsgemäß zur Erhöhung des Bienenaufkommens beitragen?
0. Wie werden Bienenwiesen über das Jahr gepflegt, um den Nutzen zu erfüllen?
0. Wo gibt es schon Bienenwiesen im Stadtbezirk 06 und wo sind solche darüber hinaus möglich?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:

Antwort zu Frage 1:
Beobachtungen zeigen, dass Pflanzungen (auch Frühjahrsblüher) oder Aussaaten sowie nach Reduzierung der Mahdgänge durchwachsende blühende Wildpflanzen auf Mittelstreifen und Verkehrsinseln Insekten anlocken. Es wurden auch Wildbienen beobachtet. Die „Nutzungshäufigkeit“ derartiger Angebote ist abhängig von Strukturen und Vegetation auf der Fläche selbst und in der Umgebung (z.B. Blütenangebot, Nistmöglichkeiten, Breite und Größe der Flächen). Systematische Untersuchungen zum Ausmaß der Nutzung durch Bienen/Wildbienen und sonstige Insekten wurden bisher nicht durchgeführt.

Antwort zu Frage 2:
Für Bienen geeignete kraut- und blütenreiche Wiesen/Einsaatflächen/Pflanzungen sowie Säume gibt es in vielfältigen Ausprägungen. Sie alle haben einen Nutzen als Nahrungsquelle oder Lebensraum für Insekten. Sie werden je nach Art, Örtlichkeit, Umgebung, Nutzung und Größe unterschiedlich gepflegt. Die Einsaatflächen im Verkehrsgrün müssen in den ersten Jahren beobachtet und durch eine angepasste Pflege zunächst entwickelt werden. Je nach Gegebenheit des öffentlichen Raums sind je nach Nutzung und Gestaltungswunsch Nachsaaten erforderlich. Das „Durchwachsen lassen“ von Vegetation basiert im Wesentlichen auf der Beobachtung und der angepassten Pflege. Die Witterung im Jahresverlauf hat ebenso einen wesentlichen Einfluss auf die Art und Häufigkeit der Pflege.

Antwort zu Frage 3:
Im Stadtbezirk 06 wurden viele Frühjahrsblüher (Geophyten), z.B. im Bereich Schützenallee, Hermesallee, Tiergartenstraße, Bemeroder Straße, Garkenburgstraße u.a., gepflanzt. Wildpflanzenwiesen auf der Grundlage von gebietsheimischen Saatgutmischungen wurden am Grünberger Weg und am Sankt Eugeniusweg angelegt. Am Sankt Eugeniusweg machen aktuelle Wegebaumaßnahmen Neueinsaaten erforderlich. Bisher werden Einzelflächen auf ihre Eignung für eine Wildpflanzeneinsaat geprüft und je nach Arbeitsbelastung des Pflegebetriebs wird eine Einsaat umgesetzt. Eine umfassende Prüfung aller Flächen auf Eignung für eine Wieseneinsaat gibt es noch nicht.