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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Kunstwerk „Mais“ ("Maiz")
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode
am 08.05.2019 - TOP 5.3.2.
Das Kunstwerk „Mais“ ("Maiz") des kolumbianischen Künstlers Edgar Negret (1920 – 2012) stand während der Expo 2000 vor dem kolumbianischen Pavillon und später auf dem Mittelstreifen der Vahrenwalder Straße. Wie mehreren Berichten der Verwaltung zur Kunst im öffentlichen Raum zu entnehmen ist, wurde die Arbeit im Jahr 2011 zur Restaurierung abgebaut, offenbar aber seitdem nirgends wieder aufgebaut.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Welche Geschichte verbindet das Kunstwerk mit Hannover bzw. der Expo 2000?
2. Stimmt es, dass dieses Kunstwerk derzeit nicht im öffentlichen Raum zu sehen ist und warum wurde es nicht wieder am alten Platz an der Vahrenwalder Straße aufgebaut?
3. Sollte das Kunstwerk im Besitz der Landeshauptsstadt Hannover sein: Wie bewertet die Verwaltung die Idee, es im Expo-nahen Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode wieder aufzustellen?
Die Fachverwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung:
Antwort der Verwaltung zu Frage 1:
Die Arbeit „Mais“ von Edgar Negret wurde der Landeshauptstadt Hannover von der Republik Kolumbien anlässlich der Expo 2000 als Schenkung übergeben. Negret gilt als einer der bekanntesten Bildhauer des 20. Jahrhunderts Lateinamerikas. Das Objekt stellt aus Sicht der Verwaltung eine sinnvolle Bereicherung des international renommierten Bestands der Kunst im öffentlichen Raum in Hannover dar.
Antwort der Verwaltung zu Frage 2:
Die Skulptur Mais wurde im Jahr 2011 im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover von der Firma Eickhoff abgebaut, da sie restaurierungsbedürftig war. Die anschließend ermittelten Restaurierungs- und Wiederaufbaukosten betrugen ca. 22.500 €. Daher wurde 2013 eine Wertermittlung durchgeführt, die einen Wert von mindestens 80.000 € für das Kunstwerk ergab, sodass die Kosten aus Sicht der Verwaltung gerechtfertigt sind.
Der Wiederaufbau steht daher auf der Agenda derjenigen Projekte, die in Zusammenarbeit von Kulturbüro und Gebäudemanagement in den nächsten Jahren angegangen werden sollen, voraussichtlich 2020. Auch das Fachgremium Kunst im öffentlichen Raum befürwortet den Wiederaufbau. Allerdings stellt der bisherige Standort auf dem Mittelstreifen an der Vahrenwalder Straße aus heutiger Sicht nicht die beste Lösung dar. Im Allgemeinen vermeidet man Standorte, die für Fußgänger nur schwer zugänglich sind, wie Mittelstreifen stark befahrener Straßen, da hier die Möglichkeit fehlt, das Kunstwerk auch aus der Nähe zu betrachten.
Antwort der Verwaltung zu Frage 3:
Das Kulturbüro wird zeitnah mit den stadtinternen Mitgliedern des Gremiums Kunst im öffentlichen Raum die Klärung der Standortfrage in Angriff nehmen und sich dann mit dem Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode in Verbindung setzen, um zu prüfen, ob eine Aufstellung in diesem Stadtbezirk sinnvoll und möglich ist.