Drucksache Nr. 15-1083/2010 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Kosten für den Rückbau von Hochbahnsteigen
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 26.05.2010
TOP 7.2.1.

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
Antwort
15-1083/2010 F1
0
 

Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Kosten für den Rückbau von Hochbahnsteigen
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 26.05.2010
TOP 7.2.1.

Wir fragen die Verwaltung:
1. Welche Kosten entstünden im Stadtbezirk Linden - Limmer, würden die bestehenden Hochbahnsteige im Stadtbezirk Linden - Limmer abgerissen, um Platz für Niederflurbahnsteigen zu schaffen und welchen Anteil an diesen Kosten müssten die Stadt, Region und andere Kostenträger tragen ?
2. Welche Kosten entstünden außerhalb des Stadtbezirks Linden - Limmer, würden die bestehenden Hochbahnsteige im Stadtbezirk Linden - Limmer abgerissen, um Platz für Niederflurbahnsteigen zu schaffen und welchen Anteil an diesen Kosten müssten die Stadt, Region und andere Kostenträger tragen ?
3. Über welchen Zeitraum würde es bei diese Umstellung von Hochbahnsteigen auf Niederflurbahnsteige zu einem Mischbetrieb beider Systeme im Stadtbezirk Linden – Limmer kommen ?

Antwort

Die Anfrage wurde zuständigkeitshalber an die Region Hannover weitergeleitet.
Die Region Hannover nimmt zu der Anfrage wie Folgt Stellung:

Zu 1.:
Diese Frage kann nur pauschal anhand von Durchschnittswerten beantwortet werden, da keine Ausbauplanung für die Gesamtstrecke existiert. Nach dem Gutachten der üstra zum möglichen Einsatz von Niederflurfahrzeugen im Stadtbahnnetz Hannover, würde der Rückbau des vorhandenen Hochbahnsteigs Brunnenstraße der Linie 10 inklusive Umbau zu Niedrigbahnsteigen rund 1 Mio. Euro kosten. Darüber hinaus würde der Rückbau der bestehenden Hochbahnsteige Bauweg und Körtingsdorfer Weg an der Linie 9 rund 2 Mio. Euro verursachen, so dass im Stadtbezirk Linden-Limmer bis zu 3 Mio. Euro an Kosten entstehen würden. Diese Kosten wären nicht förderfähig und müssten folglich komplett kommunal von Stadt und Region getragen werden.




Zu 2.:
Auch diese Frage kann nur pauschal beantwortet werden. Nach dem o.g. Gutachten würde der Rückbau der drei weiteren Hochbahnsteige Ahlem, Ehrhartstraße und Aegidientorplatz entlang der Linie 10 inklusive Umbau zu Niedrigbahnsteigen insgesamt 3,75 Mio. Euro kosten. Darüber hinaus würde der Rückbau der bestehenden Hochbahnsteige in Empelde an der Linie 9 rund 2 Mio. Euro verursachen, so dass außerhalb des Stadtbezirks Linden-Limmer bis zu 5,75 Mio. Euro Kosten entstehen würden. Auch diese Kosten wären nicht förderfähig und müssten folglich komplett kommunal von Stadt und Region getragen werden. Hinzu kämen bei einem Niederflurbetrieb je nach gewähltem Bedienungskonzept noch Kosten für den Umbau der Werkstätten, die Mehrkosten beim Fahrzeugkauf und im laufenden Betrieb sowie die jährlichen Instandsetzungskosten durch den höheren Verschleiß der Infrastruktur.

Zu 3.:
Allein für eine Umstellung der Linie 10 müssten vier vorhandene Hochbahnsteige in Ahlem, Limmer und am Aegidientorplatz abgerissen sowie 26 Fahrzeuge für den oberirdischen Verkehr neu angeschafft werden. Ein Jahr Bauzeit und rund 7 Mio. Euro Kosten würden für die Einführung der Niederflurtechnik auf der Linie 10 entstehen, um den derzeit vorhandenen barrierefreien Zustand in Ahlem und Limmer wieder zu erreichen. Fiele die Entscheidung heute, wäre für Fahrgäste, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, nach drei Jahren Umstellungszeit für Umbau und Fahrzeugbeschaffung erst im Jahr 2016 lediglich die heute schon vorhandene Barrierefreiheit wieder hergestellt.