Drucksache Nr. 15-1073/2026 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Information und Unterstützung der Bevölkerung im Katastrophenfall

Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 03.06.2026
TOP 6.3.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Misburg-Anderten (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-1073/2026 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Information und Unterstützung der Bevölkerung im Katastrophenfall

Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 03.06.2026
TOP 6.3.2.

Extremwetterlagen, Stromausfälle, Brände oder andere Gefahrenlagen zeigen, dass ein funktionierender Katastrophenschutz auf eine gut informierte Bevölkerung angewiesen ist. Viele Bürgerinnen und Bürger wissen jedoch nicht, über welche Wege sie im Ernstfall schnell und verlässlich informiert werden oder an welche Stellen sie sich bei akuten Problemen wenden können. Zugleich stellt sich die Frage, welche konkreten Vorsorge- und Informationsangebote die Landeshauptstadt Hannover sowie die beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bereitstellen, um die Bevölkerung frühzeitig zu sensibilisieren und im Ereignisfall handlungsfähig zu halten.

Wir fragen die Verwaltung:

  1. Auf welche Weise wird die Bevölkerung im Katastrophenfall durch die zuständigen Behörden informiert und welche öffentlichen Informationsangebote stehen zur Verfügung, um sich auf einen potentiellen Katastrophenfall vorzubereiten?
  2. Mit welchen Angeboten richten sich die Landeshauptstadt Hannover sowie die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Katastrophenfall an die Bevölkerung?
  3. Auf welche Weise stellt die Stadtverwaltung sicher, dass Informationen im Katastrophenfall barrierefrei sind und auch von z. B. blinden oder gehörlosen Personen wahrgenommen werden können?

Sahra Spoida

Fraktionsvorsitzende

Die Verwaltung antwortet wie folgt:


Zu 1)
Im Katastrophenfall wird abhängig von der vorliegenden Lage über die bekannten Informationskanäle der Landeshauptstadt und der Feuerwehr Hannover (z.B. Homepage, Facebook, Instagram, Threads, WhatsApp-Chanel) sowie über die Medien kommuniziert. Dies kann durch die bekannten Warn-Apps, digitale Informationstafeln im Stadtgebiet bis hin zu Lautsprecherwagen und Notfallinformationspunkten unterstützt und erweitert werden.

Zur Vorbereitung auf den Katastrophenfall stehen der Bevölkerung verschiedene Schulungsangebote, Broschüren und Aufklärungsvideos zur Verfügung. Zur Komplettierung des Angebotes wird derzeit das Bevölkerungsinformationszentrum (BIZ) auf der Feuer- und Rettungswache 1 ausgebaut. Bis zur baulichen Fertigstellung des BIZ gibt es ein entsprechendes Veranstaltungsangebot der Feuerwehr bei der Volkshochschule Hannover.


Zu 2)
Im Katastrophenfall erfolgt die Kommunikation zentral durch den Katastrophenschutzstab der Landeshauptstadt Hannover. Hierzu wird lageabhängig, wie zu 1. beschrieben, über geeignete Kanäle der Landeshauptstadt und der Feuerwehr Hannover sowie über die Medien kommuniziert.


Zu 3)
Die Kommunikation erfolgt über die oben genannten geeigneten Kanäle der Landeshauptstadt und der Feuerwehr Hannover sowie die bekannten öffentlichen Medien. Diese Kanäle und Medien sind für den Alltagsbetrieb bereits im Rahmen der technischen Möglichkeiten barrierefrei gestaltet. Ein wichtiger Baustein des Warnmittelmixes ist zugleich auch der technikärmste, nämlich die Kommunikation von Mensch zu Mensch. Daher empfiehlt die Feuerwehr seit vielen Jahren, in Notsituationen die eigenen Nachbarn zu informieren und hierbei besonderes Augenmerk auf vulnerable Bevölkerungsgruppen zu legen.