Drucksache Nr. 15-1062/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Ersatz für die Flüchtlingsunterkunft Rosebeckstraße 15
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 08.05.2019
TOP 8.3.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-1062/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Ersatz für die Flüchtlingsunterkunft Rosebeckstraße 15
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 08.05.2019
TOP 8.3.2.

Mit Schreiben der Verwaltung vom 15. April 2019 wurden Stadtbezirksrat und Integrationsbeirat Linden-Limmer davon in Kenntnis gesetzt, dass die Flüchtlingsunterkunft in der Rosebeckstraße 15 spätestens zum 30. Juni 2019 aufgegeben und zurückgebaut wird.
Eine Rücksprache mit einem Sprecher des Nachbarschaftskreises Siloah1 hat ergeben, dass dort die Auflösung der Unterkunft bedauert wird. Der NK Siloah wünsche sich, dass in räumlicher Nähe eine neue Unterkunft eröffnet wird.
Gerade im Hinblick auf das Bekenntnis der Stadt Hannover zu einem „Sicheren Hafen“ scheint sinnvoll, auf bestehende Betreuungs-Strukturen zurück zu greifen und vor-handene Kapazitäten nicht ohne Beschaffung neuer Räumlichkeiten aufzugeben.
Allerdings zeigt die offizielle Internet-Auflistung von potentiellen Standorten für neue Unterkünfte2 in Linden-Limmer keinen Ort an.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:

1. Warum ist die Schaffung einer weiteren bzw. neuen Unterkunft für Geflüchtete im Stadtbezirk, genauer gesagt im Stadtteil Linden-Süd, als Nachfolgeeinrichtung für die zu schließende Unterkunft in der Rosebeckstraße 15 bislang nicht vorgesehen?

2. Sieht die Verwaltung Möglichkeiten zur Schaffung einer Einrichtung in räumlicher Nähe zum bisherigen Standort in der Rosebeckstraße 15, in der auch der Nachbarschaftskreis Siloah wirken kann bzw. sucht sie aktiv nach einem entsprechenden Standort?

3. Was passiert nach Schließung der Flüchtlingsunterkunft mit den bis zu 100 noch dort Wohnenden, wenn auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt keine entsprechende neue Unterbringung zu finden ist?

1 https://uf-hannover.net/nachbarschaftskreis/nk-siloah/




2 https://www.hannover.de/Fl%C3%BCchtlinge-in-Stadt-und-Region-Hannover/Zahlen-und-Fakten/Unterk%C3%BCnfte-nach-Stadtbezirk/Zur%C3%BCckgestellte-und-aufgegebene-Unterk%C3%BCnfte

Antwort der Verwaltung


zu 1.) und 2.)
Die Planung der Unterkunftskapazitäten erfolgt für das gesamte Stadtgebiet. Laufend werden Unterkünfte aus unterschiedlichen Gründen geschlossen; gleichzeitig werden neue Unterkünfte in Betrieb genommen. Dabei ist die Verwaltung bestrebt, die Unterkünfte gleichmäßig auf das Stadtgebiet bzw. die Stadtbezirke zu verteilen. Dabei geht es nicht nur darum eine „Belastung“ gleichmäßig zu verteilen, sondern auch darum vorhandene sozialräumliche Potentiale wie ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Flüchtlinge zu nutzen. Leider gibt es aber auch Stadtbezirke in denen die räumlichen Möglichkeiten neue Unterkünfte zu errichten sehr begrenzt sind; dazu gehört auch Linden-Limmer. Trotz intensiver Suche ist es der Verwaltung nicht gelungen einen geeigneten neuen Standort in Linden-Limmer zu identifizieren.

zu 3.)
Derzeit leben noch rund 60 Personen in der Unterkunft. Teilweise haben die Bewohner*innen Wohnungsangebote der städtischen Wohnungsvermittlung vorliegen. Alle anderen Bewohner*innen werden in anderen Unterkünften untergebracht. Diese erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet. In Absprache mit den Sozialarbeiter*innen vor Ort und den Bewohnenden selbst, versucht die Verwaltung den Bedürfnissen und Anforderungen der Bewohnenden bei der Zuweisung einer neuen Unterkunft gerecht zu werden. Unterstützung erfahren die Bewohnenden hierbei zusätzlich durch das städtische Integrationsmanagement und Ehrenamtliche. Aus Sicht der Verwaltung läuft der Umzug der Bewohner*innen bis jetzt relativ problemlos, insbesondere, weil sich viele Bewohner*innen räumlich verbessern und für die Schließung der Unterkunft ausreichend Zeit eingeplant werden konnte.