Antrag Nr. 15-0966/2026:
Schülerbeförderung

Inhalt der Drucksache:

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Schülerbeförderung

Antrag

Die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover wird aufgefordert, bei der Region Hannover darauf hinzuwirken, Maßnahmen für eine zumutbare Schülerbeförderung im Stadtbezirk Südstadt-Bult zu treffen.

Begründung


Südstadt-Bult ist der Stadtbezirk mit den meisten Schulen (4 Grundschulen und 10 weiterführende Schulen). Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch auf zumutbare Beförderung zur Schule (§ 114 NSchG), der von der Region Hannover zu erfüllen ist. Derzeit gibt es für im Stadtbezirk wohnhafte Schülerinnen und Schüler keine zumutbare Schülerbeförderung, da die Schülerbeförderungssatzung der Region Hannover sie weitestgehend ausschließt. Laut der Satzung werden kostenfreie Schülertickets nur ab einem Mindestschulweg von 2 km gewährt, wobei die kürzeste fußläufige Verbindung maßgebend ist, ohne Mobilitätsverhalten, Verkehrssicherheit und Klimaschutzziele zu berücksichtigen. Irrelevant sind auch die familiären und finanziellen Verhältnisse der Schülerinnen und Schüler (z.B. Einkommen der Eltern, Anzahl der Geschwister). Jugendnetzkarten sind für viele Familien (vor allem mit mehreren Kindern) nicht finanzierbar. Daher erhalten Schülerinnen und Schüler, die im Stadtbezirk wohnen und dort eine Schule besuchen, oft kein Schülerticket. Die Schülerbeförderungssatzung der Region Hannover wirkt sich besonders negativ im Stadtbezirk aus.

Das Mobilitätsverhalten hat sich geändert. Entfernungen von mehr als 500 m werden vor allem PKW (50 %) zurückgelegt (S. 14 Masterplan Mobilität 2035 der Landeshauptstadt Hannover). Selbst 10- bis19-Jährigen nutzen eher Elterntaxis (30 %) als ÖPNV- oder Radnutzung (je 20 %). Dies gefährdet andere vor den Schulen und belastet die Umwelt. Verkehrswende und Klimaneutralität können so nicht erreicht werden. Zudem wird das Erlernen von sicherem und umweltfreundlichem Verkehrsverhalten (ÖPNV-Nutzung) nicht gefördert. Schülerinnen und Schüler fordern daher schon lange kostenfreie ÖPNV-Nutzung (Grundsatzprogramm der Bundesschülerkonferenz). Daher befördern immer mehr Städte (Osnabrück, Bremen, Hamburg, Berlin) alle Schülerinnen und Schüler kostenfrei. Die Landeshauptstadt Hannover sollte zur Umsetzung ihres Masterplan Mobilität diesen Beispielen folgen und die Region Hannover auffordern, die Regelungen für die Schülerbeförderung zu ändern, so dass im Stadtbezirk mehr Schülerinnen und Schüler kostenfrei ÖPNV nutzen können. Zumindest sollte die zumutbare Schulweglänge angepasst werden.