Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Im Zuge der Vorbereitungen für die Bauarbeiten im Bereich Kronsberg-Süd musste der ehemalige und schon lange ungenutzte Wasserhochbehälter weichen und mit ihm auch der auf dem Deckel entstandene Magerkalkrasen. Dieser konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten auf Grund der durch Zäune und Bäume abgeschirmten Umgebung dort ansiedeln und entwickeln. Um dieses seltene Biotop zu erhalten, wurde etwas weiter nördlich entlang des Hugo-Kanappworst-Weges eine entsprechende Fläche vorbereitet und der vom Wasserhochbehälter abgetragene Magerkalkrasen dort wieder eingebracht.
Allerdings scheint sich dort nicht nur der Magerkalkrasen wohlzufühlen. Für Außenstehende mit nicht vollumfassenden Kenntnissen der Botanik entstand in den letzten beiden Jahren der Eindruck, dass dort auch andere Pflanzen heimisch geworden sind.
Fragen an die Verwaltung:
- Wie erfolgreich wird der Umzug des Magerkalkrasen beurteilt?
- Gab und gibt es ein regelmäßiges Monitoring des Magerkalkrasen?
- Welche Pflanzenarten konnten auf der Fläche gefunden werden?
Zu 1. Der Kalkmagerrasen, der sich auf der Dachabdeckung des ehemaligen Wasserhochbehälters Kronsberg-Süd befand, wurde im Frühjahr 2018 erfolgreich auf die Ersatzfläche südlich des Park Kattenbrook umgesiedelt.
Zu 2. Die Vegetation des in der Vegetationskunde bezeichneten Biotoptyps Kalk-(Halb-) Trockenrasen wurde 2017 vor der Umsiedlung durch einen Landschaftsökologen erfasst. In den Folgejahren 2018 sowie 2019 wurde dann zum Vergleich die Vegetationsentwicklung auf der Ersatzfläche `Im Langen Busche´ gutachterlich begleitet und überprüft. Die Erfassung der angetroffenen Pflanzenarten hat die erfolgreiche Umsiedlung bestätigt.
Das Monitoring zur weiteren Entwicklung der Artenzusammensetzung auf der Fläche wird in diesem Jahr fortgesetzt und soll zunächst für zwei weitere Jahre wiederholt werden.
Zu 3. Die besonderen kennzeichnenden Arten wie Gewöhnliches Zittergras (
Briza media), Blaugrünes Labkraut (
Galium glaucum), Wiesen-Salbei (
Salvia pratensis) und Kleiner Wiesenknopf (
Sanguisorba minor), aber auch nahezu alle weiteren am Ursprungsstandort vorgekommenen relevanten Pflanzenarten sind auf der Ersatzfläche nachweislich vorhanden.