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Straßenbahnlinien bis an den Stadtrand bieten gerade für den Berufspendelverkehr die bequeme Möglichkeit zum direkten Umstieg vom Individualverkehr, oder überregionalen Personennahverkehr auf den ÖPNV. Wenn allerdings an den Endhaltestellen keine ausreichende P+R Flächen zur Verfügung stehen, entsteht in den Stadtrandbezirken weiterhin ein Parksuchverkehr durch den Berufspendelverkehr. Daher erscheint es sinnvoll bereits heute vorhandene ebenerdige Parkflächen durch Aufständern zu erweitern. Mit Hilfe entsprechender Aufständerkonstruktionen kann eine zweite Parkebene erstellt werden, ohne weiteren Flächenverbrauch.
Eine solche in Frage kommende Fläche dürfte es u.a. auch in Kirchrode geben in Form der Parkflächen in der Tiergartenstraße vor dem Leonardo Hotel. Eine Verbindung dieser Fläche durch Aufständern mit P+R erscheint sinnvoll, da der Einstieg zum ÖPNV in Form der Haltestelle Tiergartenstraße nicht weit entfernt liegt.
Fragen an die Verwaltung:
- Wie sinnvoll erscheint eine Erweiterung der oben genannten Parkfläche durch Aufständern?
- Wer wäre Kostenträger bei Ausweisung der zusätzlichen Stellplätze als P+R?
- Welcher finanzielle Aufwand erscheint notwendig damit die Parkfläche durch Aufständern um eine zweite Parkebene erweitert werden kann?
Die Anfrage wurde zur Stellungnahme an die infra weitergeleitet. Die infra teilt mit:
„Die Erweiterung von P+R-Möglichkeiten ist Bestandteil des 10-Punkte-Planes der Region Hannover zur Verkehrswende.
Die infra führt im Auftrag der Region Hannover an verschiedenen Standorten im Stadtbahnnetz Untersuchungen zu möglichen P+R-Standorten durch.
Als ein möglicher Standort kommt auch eine P+R-Anlage möglichst endpunktnah im Verlauf der Linie 5 in Betracht.
Dabei konzentriert sich die infra auf Standorte bei denen der Weg von der P+R-Anlage zur Stadtbahnhaltestelle möglichst attraktiv ist und auch Verkehr durch Wohngebiete vermieden wird.
Zu 1.:
Der Standort vor dem Leonardo-Hotel ist aus Sicht der infra aus folgenden Gründen nicht optimal:
- Der Fußweg zur Haltestelle beträgt mindestens 120 m.
- Fahrten in Wohngebiete werden nicht vermieden.
- Ein P+R-Parkplatz an dieser Stelle dürfte auch Fremdnutzende anziehen.
- An der benachbarten Haltestelle Ostfeldstraße existiert bereits ein P+R-Parkplatz
Geeigneter erscheint der infra eine Fläche am Endpunkt Anderten. Hier wurden bereits erste Gespräche mit den Verwaltungen der LHH und der Region geführt. Denkbar ist hier eine Lösung gemeinsam mit der Entwicklung des Gewerbegrundstückes zwischen Endpunkt und B65, oder eine separate Lösung neben den Kehrgleisen der Stadtbahn.
Zu 2.:
Kostenträger für den Bau zusätzlicher P+R-Stellplätze an Stadtbahnhaltestellen ist die infra.
Zu 3.:
Bei einer aufgeständerten Lösung müssten Kosten von mindesten 15.000,- € je Stellplatz veranschlagt werden.“