Drucksache Nr. 15-0941/2018 S1:
Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge im Stadtbezirk gezielt entwickeln
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 25.04.2018
TOP 6.1.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
An den Verwaltungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1. Entscheidung
15-0941/2018 S1
0
 
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates

Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge im Stadtbezirk gezielt entwickeln
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 25.04.2018
TOP 6.1.2.

Beschluss


Die Verwaltung wird aufgefordert, im Stadtbezirk Linden-Limmer

1.a) bei der Aufstellung von neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplänen für mindestens ein Drittel der darin enthaltenen Parkflächen geeignete Anschlüsse (Erdkabel) für den Bau von(Schnell-) Ladestationen für Elektrofahrzeuge durch Bauherren bzw. Konzessionsinhaber vorzusehen,

1.b) für allgemeine Bebauungspläne in den darauf aufsetzenden Bauvorhaben und den jeweiligen Bauantragsverfahren in geeigneter Weise sicherzustellen, dass ebenfalls ein Drittel der Parkflächen mit geeigneten Anschlüssen ausgestattet werden,

2.) beim nächstmöglichen kommenden Vergabeverfahren einer Konzession für Ladeinfrastruktur sicherzustellen, dass unter den vergebenen Standorten auch jeweils mindestens zwei Ladestationen an dafür geeigneten bestehenden öffentlichen Stellplätzen im Umfeld der Nahversorgungszentren
· Schwanenburg / Wunstorfer Straße
· Lindener Marktplatz / Bürgeramt
· Eckbereich Allerweg / Deisterstraße
· Schwarzer Bär, Parkflächen im Bereich Schwarzer Bär / Ricklinger Straße
· Küchengarten

eingerichtet werden,

3.) aktiv auf alle Pächter und Eigentümer von Parkflächen im halböffentlichen und privaten Raum sowie alle Bauherren zuzugehen, um sie in geeigneter und angemessener Form über die Möglichkeit des Baus von Ladestationen auf eigenen Parkplätzen zu informieren, ggf. auf Fördermöglichkeiten hinzuweisen und ihnen dabei die zuständigen Ansprechpartner bei der Stadt bzw. enercity oder entsprechenden Stellen zu benennen,



4.) bei allen öffentlichen Tiefbauvorhaben auch zu prüfen, ob dabei bereits Bauvorleistungen (zum Beispiel Erdkabel, Leerrohre) für den späteren Bau von Ladestationen auf angrenzenden Parkflächen wirtschaftlich sein können und

5.) den Stadtbezirksrat Linden-Limmer bis 2025 jeweils in der ersten Sitzung nach der Sommerpause über den aktuellen Stand des Ausbaus der Ladeinfrastruktur im Stadtbezirk zu informieren, und dabei alle bislang betriebenen und noch geplanten Standorte von Ladestationen sowie etwaige Hindernisse für den Ausbau zu benennen.

Entscheidung


Dem Antrag wird überwiegend nicht gefolgt.

Die einzelnen Punkte müssten detailliert unter Mitwirkung mehrerer Fachbereiche aus mehreren Dezernaten bearbeitet werden. Dazu sind keine personellen Ressourcen vorhanden.

Für die öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge läuft derzeit die europaweite Ausschreibung, nach deren Ergebnis im vierten Quartal 2018 die Standorte für Ladeeinrichtungen detailliert geplant werden können. Die unter Nr. 2 vorgeschlagenen Standorte sollen in die Prüfung einbezogen werden, die Entscheidung wird jedoch überwiegend bei der Konzessionärin bzw. beim Konzessionär liegen. Eine Sonderregelung für den Stadtbezirk Linden-Limmer innerhalb des hannoverschen Stadtgebiets kann nicht umgesetzt werden, auf eine angemessene Berücksichtigung wird geachtet.

Einen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur wird es somit bis zum Ablauf der Sommerpause nicht geben. Andere öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist z. B. unter www.hannover-stromert.de oder www.goingelectric.de im Internet einzusehen.

Unter www.hannover-stromert.de besteht für interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zudem die Möglichkeit, sich umfassend über das Thema Elektromobilität in Hannover zu informieren.