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Bei der Planung wurden Aspekte der sozialen Sicherheit und barrierefreien Gestaltung der Grünflächen berücksichtigt. Von der geplanten Neuanlage sind Kinder und Jugendliche aller Geschlechter gleichermaßen betroffen.
Diese Maßnahme hat keine maßgeblichen Auswirkungen auf das Klima.
Ausgangssituation
Ziel des Projekts ist es den Spielplatz Klaus-Müller-Kilian-Weg langfristig aufzuwerten und neue Angebote für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil zu schaffen. Der Zustand, der in die Jahre gekommenen Anlage, ist schlecht und der hohe Nutzungsdruck ist erkennbar. Weiterhin fehlen vielfältige Spiel- und Sportangebote für ältere Kinder und Jugendliche.
Der Spielplatz Klaus-Müller-Kilian-Weg im Stadtteil Nordstadt liegt in Innenhoflage und ist von angrenzender Wohnbebauung, Gewerbe und sozialen Einrichtungen umschlossen. Im Innenhof grenzt ein Kleinkinderspielplatz an. Die ruhige und zentrale Lage im dichten Quartier der Nordstadt stellt eine besondere Qualität dar. Die Erschließung erfolgt von Norden über die Schaufelder Straße und von Süden über die Rehbockstraße.
Die ca. 1.265 m² große Fläche ist im Maßnahmenkonzept Jugendplätze (I-DS 2159/2024) als Startprojekt unter der Kategorie „Jugendangebot bis 18 Jahre“ aufgeführt. Hier sollen für die Kinder und Jugendlichen neue attraktive Bewegungsangebote für sportliche Aktivitäten entstehen (Entwurfsplan s. Anlage 2).
Neben der zweistufigen Kinder- und Jugendbeteiligung ist eine ganzheitliche Betrachtung angewendet worden, die auch die Anforderungen der umliegenden Akteure, insbesondere der direkt angrenzenden Jugendeinrichtung „SPUNK, das Tollhaus“, miteinbezieht. Die Beteiligung ist durch das Büro plan zwei aus Hannover durchgeführt worden. Neben den umliegenden Akteuren war auch der Fachbereich Jugend und Familie eingebunden.
Zwei Beteiligungs-Aktionen fanden vor Ort statt. Bei der ersten Veranstaltung am 04. September 2025 mit 59 Teilnehmenden ist die aktuelle Bestandssituation kritisch bewertet und Anmerkungen und Wünsche zur Neugestaltung aufgenommen worden. Vielfältig sind die Ideen und Bedarfe formuliert und räumlich verortet worden.
Bei der zweiten Veranstaltung am 20. November 2025 sind den 34 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen drei Vorentwürfe vorgestellt und durch sie bewertet worden. Ein Vorentwurf wurde ausgewählt und ist anschließend durch den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün (67.22) planerisch weiterentwickelt worden.
Zum Abschluss des Beteiligungsprozesses, nach dem politischen Beschluss, ist die Ausstellung des finalen Entwurfs vor Ort geplant. Über die Internetseite
https://www.hannover.de/spielplatz-klaus-müller-kilian-weg wird der Planungs- und Beteiligungsprozess dokumentiert und für die Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Planung
Die Entwurfsplanung integriert vielfältig die neuen Angebote in die bestehende räumliche Struktur (Entwurfsplan s. Anlage 2). Der Baumbestand wird vollständig und weite Teile der vorhandenen Einfassungen mit Natursteinblöcken werden erhalten.
Die barrierefreie öffentliche Erschließung erfolgt über die Rollsportanlage und ein weiterer bestehender Weg wird aufgewertet. Die Fläche wird ebenfalls an die private Fläche zum SPUNK angeschlossen. Als Bodenbelag ist versickerungsfähiges Pflaster vorgesehen.
Die bestehende Rollsportanlage bleibt in ihrer räumlichen Ausprägung unverändert, wird aber grundlegend erneuert und mit neuen Skateelementen und einem neuen Bodenbelag aus Beton ausgestattet. Ziel ist es, ein Rollsportangebot zu schaffen, welches für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters gleichermaßen attraktiv zu nutzen ist. Beispielhaft hierfür ist die „SkateKidsArea“ im Georgengarten zu nennen.
Ein weiteres Bewegungsangebot stellt die umfangreiche Kletteranlage für Kinder ab 10 Jahren dar. Diese bietet bewegungsanimierende Herausforderungen und fördert Geschicklichkeit, Kraft und Kreativität, u.a. mit anspruchsvollen Balanceaufstiegen und der Überwindung von Hindernissen. Der Fallschutzbelag besteht aus Holzschnitzeln.
Die gewünschte Fläche zum Bolzen wird mit zwei Mini-Toren und einem Belag aus wassergebundener Wegedecke ausgestattet. Die Graffiti-Wände aus Beton bieten Prallschutz beim Bolzen und können in einer Beteiligungsaktion nach Abschluss der Baumaßnahme mit den Jugendlichen farblich gestaltet werden.
Die Aufenthaltsflächen sind mit drei Hockerbänken und einer Bank mit Rückenlehne und beidseitiger Armlehne ausgestattet und räumlich der Tischtennisplatte zugeordnet. An der neuen Hängematte zum Spielen und mit Aufenthaltsqualität werden vier Masten zum Aufhängen eines Sonnensegels vorgesehen. Das Sonnensegel wird durch den SPUNK gestellt, welcher für das Auf- und Abhängen zuständig ist. Die Pflanzung von Sträuchern in den Randbereichen ergänzen die Planung.
Die Entwurfsplanung wurde mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung abgestimmt.
Die Baumaßnahmen beginnen voraussichtlich Ende 2026.