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Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten,
1. die bestehenden mittelbaren Einflussmöglichkeiten der Landeshauptstadt Hannover im Hinblick auf die Eigentümerstruktur der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade („Passerelle“) darzustellen. Die Passage wird von der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mit beschränkter Haftung HRG & Co. – Passerelle KG betrieben. An dieser Gesellschaft sind beteiligt:
hanova GEWERBE GmbH (30 %),
Sparkasse Hannover (40 %),
ÜSTRA (30 %).
2. gemeinsam mit den beteiligten Akteuren ein konzeptionelles Nutzungskonzept für die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade („Passerelle“) zu erarbeiten, das auf eine nachhaltige Belebung und Weiterentwicklung des Standorts abzielt.
Das Konzept soll als strategische Leitlinie insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:
· eine wirtschaftlich tragfähige und leerstandsvermeidende Vermietungsstruktur,
· die Stärkung von inhabergeführtem Einzelhandel sowie regionalen Unternehmen, Handwerks- und Manufakturbetrieben und innovativen Start-Ups,
· die Öffnung für ergänzende Nutzungen über den klassischen Einzelhandel hinaus, sofern diese zur Belebung des Standorts beitragen,
· die Anwendung flexibler Vermietungsmodelle (insbesondere kurze Laufzeiten und temporäre Nutzungen),
· die Reduzierung von Markteintrittsbarrieren für neue Nutzer, insbesondere durch flexible, kurzfristig nutzbare und vorbereitete Flächen,
· die stärkere Einbindung der kommunalen Wirtschaftsförderung in Vermittlung und Standortentwicklung,
· die Nutzung von Zwischennutzungen zur Vermeidung von Leerstand,
· Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Frequenz.
Steuerungsmöglichkeiten bestehen insbesondere im Rahmen von Neu- und Anschlussvermietungen sowie auslaufenden Mietverhältnissen.
Die Verwaltung wird gebeten, dem Bezirksrat über die Ergebnisse sowie die in Betracht kommenden Umsetzungsmöglichkeiten zu berichten.
Die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade („Passerelle“) ist ein zentraler innerstädtischer Verbindungsraum mit erheblicher Bedeutung für die Entwicklung der Innenstadt Hannovers. Der bestehende Leerstand sowie strukturelle Veränderungen im Einzelhandel machen eine strategische Weiterentwicklung der Nutzung erforderlich.
Die Landeshauptstadt Hannover ist nicht unmittelbare Eigentümerin der Immobilie. Gleichwohl bestehen über ihre Beteiligungen und institutionellen Verflechtungen im Umfeld der an der HRG & Co. – Passerelle KG beteiligten Akteure mittelbare Einflussmöglichkeiten auf die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung des Standorts. Eine transparente Darstellung dieser Einflussmöglichkeiten ist Voraussetzung, um realistische und umsetzbare Ansätze für die weitere Entwicklung der „Passerelle“ zu entwickeln.
Diese Möglichkeiten sollten genutzt werden, um die „Passerelle“ im Rahmen eines kooperativen Ansatzes weiterzuentwickeln und stärker an die Anforderungen einer modernen Innenstadt anzupassen.
Vergleichbare Entwicklungen in anderen deutschen Großstädten zeigen, dass insbesondere eine stärkere Nutzungsmischung, flexible Vermietungsmodelle sowie die gezielte Einbindung lokaler und regionaler Akteure geeignet sind, innerstädtische Lagen zu stabilisieren und Leerstände zu reduzieren.
Ziel ist es, die Vielfalt des Angebots zu erhöhen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit zu sichern und die Identifikation der Bevölkerung mit der Innenstadt zu stärken. Die Senkung von Markteintrittsbarrieren kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten, um neuen Akteuren den Zugang zu innerstädtischen Flächen zu erleichtern.
Da bestehende Mietverhältnisse zu berücksichtigen sind, ergeben sich konkrete Steuerungsmöglichkeiten insbesondere im Rahmen von Neu- und Anschlussvermietungen. Eine frühzeitige konzeptionelle Abstimmung ist daher erforderlich.