Drucksache Nr. 15-0818/2026 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Konzept Defibrillatoren
Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 06.05.2026
TOP 7.2.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Misburg-Anderten (zur Kenntnis)
 
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15-0818/2026 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Konzept Defibrillatoren
Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 06.05.2026
TOP 7.2.2.

In der Entscheidung zum Antrag der SPD-Fraktion Standort eines Defibrillators nahe dem Misburger Rathaus (Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 04.09.2024, TOP 12.2.3) teilte die Verwaltung mit, dass ein Haushaltsantrag (Nr. H-0390/2025 zur Drucksache 0916/2024) vorliegt. Demnach sollte im Jahr 2025 ein Konzept zur Ausstattung öffentlicher Gebäude mit Laien-Defibrillatoren (AED) erstellt werden. Dabei sollten sämtliche öffentliche Gebäude der Landeshauptstadt Hannover berücksichtigt werden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

  1. Ist das angekündigte Konzept inzwischen erstellt worden? Falls nein: Wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen?
  2. Sofern das Konzept bereits vorliegt: Welche Standorte für Defibrillatoren sind vorgesehen, insbesondere im Stadtbezirk Misburg-Anderten, z.B. Bürgerhaus, Misburger Rathaus?
  3. Mit welchen Kosten ist für die Anschaffung sowie dem laufenden Betrieb (z. B. Wartung, Schulung, Ersatzteile) der Defibrillatoren zu rechnen?

Antwort der Verwaltung


zu 1.
Das im Haushaltsbegleitantrag H-0390-2025 beschriebene Konzept wird unter Beteiligung der Hilfsorganisationen erarbeitet. Es ist geplant dieses im ersten Halbjahr dieses Jahres im Fachausschuss vorzustellen.
In diesem Konzept sind die AED (Automatisierter Externer Defibrillator) nur ein Baustein. Grundsätzlich handelt es sich um ein Gesamtkonzept in dem der Ausbau der Ersten Hilfe in Hannover beschrieben werden soll. Parallel zum Ausbau von Erste Hilfe Schulungen wird hier die Einführung einer Ersthelfer-App beschrieben, für die öffentlich und vor allem unter den frisch ausgebildeten Ersthelfer*innen geworben werden soll, sich in der einzuführenden Ersthelfer-App zu engagieren. Damit diese gewonnenen Ersthelfer*innen für den Notfall Equipment vorfinden, soll über die App die Kartographierung der vorhandenen, für die Öffentlichkeit zugänglichen, AED zur Verfügung gestellt und in der Folge zusätzliche Geräte angeschafft und taktisch sinnvoll verteilt werden.
zu 2.
Im erstellten Konzept sind keine expliziten Standorte festgelegt, sondern es ist zunächst eine vollständige Erfassung der vorhandenen AED-Standorte vorgesehen. Im zweiten Schritt soll dann im Rahmen einer Bedarfsanalyse eine flächendeckende und bedarfsorientierte Ausstattung mit zusätzlichen AED an weiteren Standorten erfolgen.

Bei der Bedarfsanalyse werden folgende Leitfragen Berücksichtigung finden:


· Wo halten sich täglich viele Menschen auf?

Sportstätten, Bahnhöfe, Marktplätze, Flughäfen, Hotels, Restaurants, Sportstadien, Schulhöfe oder Einkaufszonen sind prädestiniert.

· Wo existieren besondere Gefahrenlagen?

Besondere Gefahren wie Betriebe mit elektrischen Anlagen und/oder Baustellen, langen Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes, auch die Altersstruktur spielt eine Rolle – Seniorentreffs oder Rehazentren haben erhöhten Bedarf.

· Erreichbarkeit: Der AED muss im Notfall in unter 2 Minuten erreichbar sein. Optimal sind Eingangsbereiche, Foyers oder zentrale Durchgangsbereiche. Dabei wird darauf geachtet, dass die Standorte nach Möglichkeit wettergeschützt, gut beleuchtet und barrierefrei zugänglich sind.
zu 3.
Durch den Haushaltsbegleitantrag H-0390-2025 wird mit 150.000 € für das Jahr 2026 die Erste-Hilfe-Schulung, die Ausweitung von AED-Standorten und die Ersthelfer-App bezuschusst. Die Mittel werden unter der Federführung der Hilfsorganisationen bedarfsorientiert für die Beschaffung und den Betrieb verwendet.

Die für den angedachten Zweck zum Einsatz kommenden AED bedürfen keiner gesonderten Einweisung oder Schulung für die Anwender*innen. Es handelt sich um sogenannte Laien-AED, die Ungeschulte per Sprache und Piktogrammen durch die Anwendung geleiten. In Erste Hilfe Schulungen wird der Umgang mit AED mittlerweile mitunterrichtet, um bei den Anwender*innen Hemmungen, Unsicherheiten und Ängste zu minimieren. Daher fallen keine Extra-Kosten für Schulungen an.