Drucksache Nr. 15-0817/2026 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Pausenhof OS Pestalozzi
Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 06.05.2026
TOP 7.2.1.

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Misburg-Anderten (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
Antwort
15-0817/2026 F1
0
 

Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Pausenhof OS Pestalozzi
Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 06.05.2026
TOP 7.2.1.

Bei Regenfällen verwandelt sich der Pausenhof in eine großflächige Wasseransammlung, da die vorhandenen Abläufe durch Wurzelwerk verstopft sind. In diesem Zustand ist der Pausenhof für die Schüler*innen nicht nutzbar.

Um das Außengelände überhaupt betreten zu können, muss der Hausmeister bereits vor Schulbeginn über mehrere Stunden hinweg mit einer Handpumpe Wasser abpumpen. Bei stärkeren Regenfällen reicht die vorhandene Pumpe jedoch nicht aus, sodass der Pausenhof vollständig gesperrt werden muss.

Im Außenbereich befinden sich zudem Unterrichtsräume in Form von Containern. Diese sind bei überflutetem Pausenhof lediglich über eine provisorische Brücke erreichbar, damit die Schüler*innen nicht mit nassen Füßen in die Klassenräume gelangen müssen.

Außerdem ist seit Ostern 2026 ein Teil des ohnehin kleinen Pausenhofs aufgrund der geplanten Neubauarbeiten abgesperrt. Dadurch steht den Schüler*innen aktuell nur noch etwa die Hälfte der ursprünglichen Fläche zur Verfügung.

Die verbleibende Fläche besteht überwiegend aus Asphalt, der sich insbesondere in den Sommermonaten stark aufheizt und somit die Aufenthaltsqualität zusätzlich beeinträchtigt.

Der Pausenhof stellt für rund 380 Schüler*innen an jedem Schultag eine wichtige Bewegungs- und Erholungsfläche dar. Diese ist notwendig, um anschließend wieder konzentriert am Unterricht teilnehmen zu können.

Die derzeitige Situation führt zu erheblichen Einschränkungen im Schulalltag und stellt sowohl für die Schüler*innen als auch für das Lehrpersonal eine große Belastung dar.

Es ist dringend erforderlich, den Pausenhof so zu gestalten, dass er auch bei Regen nutzbar bleibt. Zudem muss für die Dauer der Übergangsphase bis zur Fertigstellung des Neubaus eine praktikable Lösung gefunden werden, um eine zumutbare Situation für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Wir fragen die Verwaltung:

  1. Welche konkreten Maßnahmen wird die Verwaltung ergreifen, um künftig zu verhindern, dass der Pausenhof bei Regen überflutet wird?
  2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, den Hausmeister bei den notwendigen Abpumparbeiten personell oder technisch zu unterstützen?
  3. Wann ist der Beginn der Bauarbeiten für den geplanten Neubau vorgesehen und wie gestaltet sich der Zeitplan der Baumaßnahmen bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus?

Antwort der Verwaltung


Zu 1)
Das vorhandene Entwässerungssystem für das anfallende Niederschlagswasser des Schulhofs ist an eine Versickerungsanlage angebunden. Es bestehen generell schwierige Baugrundeigenschaften für Versickerungsanlagen. Durch den Alterungsprozess hat sich die Versickerungsanlage zudem zugesetzt, sodass eine geregelte Ableitung des Niederschlagswassers nicht konsequent gegeben ist.
Die Verwaltung plant eine Wiederherstellung der Versickerungsanlage. Hierbei ist gemäß Baugrundgutachten eine Wiederinbetriebnahme nicht realisierbar. Die Schaffung eines neuen Regenwassersystems mit Anbindung an die öffentliche Kanalisation ist aufgrund langer Fließwege und fehlender Platzverhältnisse für zusätzliche Regenrückhalteräume ebenfalls nicht umsetzbar. Es ist daher geplant die Schulhofflächen an das bestehende System des Jugendzentrums, westlich der Schwimmhalle, anzubinden.

Zu 2)
Die Verwaltung steht zur Verbesserung der Arbeits- und Aufgabenbedingungen im internen Austausch.

Zu 3)
Für den Baubeginn des 1. Bauabschnitts zum Neubau der Oberschule Pestalozzi wurde bereits das Baufeld abgesperrt. Die Bauarbeiten beginnen mit den Erdarbeiten und dem Abbruch der alten Schulsportanlage spätestens Anfang Juni 2026. Danach beginnen die Rohbauarbeiten voraussichtlich Mitte/ Ende Juli 2026. Im Frühjahr 2027 folgt die Montage der Holzbauteile für das Schulgebäude. Die Fertigstellung ist für den Beginn des Schuljahres 2028/2029 vorgesehen und Inbetriebnahme voraussichtlich im Herbst 2028 möglich.