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Einzelne Postfilialen im Stadtbezirk Nord scheinen chronisch überlastet. Wartezeiten von bis zu einer halben Stunde sind zu Stoßzeiten keine Seltenheit. Aber auch sonst bilden sich teilweise lange Schlange, wie bei der Postfiliale auf dem Engelbosteler Damm (Foto-Genz). Die Deutsche Post AG entscheidet als Unternehmen selbstständig über die Anzahl ihrer Postfilialen. Es gibt allerdings die Möglichkeit für Kioske und andere Firmen eine Annahme-und Abgabestelle für Pakete unter bestimmten Bedingungen einzurichten.
Wir fragen die Verwaltung:
1) Wieviele solcher Annahme- bzw. Abgabestellen für Pakete gibt es in den jeweiligen Stadtteilen des Stadtbezirks Nord?
2) Wie lauten die Kriterien für Kioske und Firmen um eine solche Annahme- bzw. Abgabestelle einzurichten?
3) Wie kann man eine solche Paketstelle beantragen und welche Vorteile haben die Betriebe davon, eine solche Paketstelle einzurichten und zu betreiben?
Das Filialnetz besteht aus rund 27.000 Filialen und Verkaufspunkten sowie rund 2500
Packstationen. Seit 2012 betreibt die Deutsche Post keine eigenen Filialen mehr, mit einer Ausnahme in der Zentrale in Bonn. Die Filialen werden alle als fremdbetriebene Agenturen geführt. Daher können bei einzelnen Agenturen keine Gesamtleistungen mehr eingefordert werden. Zur Steuerung des Filialsystems gibt es zuständige Gebietsleitungen, die die Agenturen anwerben und fachlich betreuen.
Seit der Postreform Mitte der 1990er Jahre existieren sogenannte Postfilialen im Einzelhandel. Der Inhaber seines Betriebes schließt einen Partnervertrag und erhält neben einer bestimmten Basisvergütung (von unter 1000 EUR bei einschaltrigen Postagenturen) zusätzlich verschiedene Provisionen, die sowohl den eigentlichen Umsatz als auch Gewinn/Verlust ausmachen.
In Postagenturen werden neben klassischen Postprodukten auch andere Artikel verkauft. Postagenturen gibt es in Lebensmittelläden, Zeitschriftenkiosken, Schreibwarenläden, Toto-Lotto-Annahmestellen, aber auch in Tankstellen. Anfang 2003 unterbreitete Quelle ihren Shop-Betreibern ein Angebot der Deutschen Post, auch die Post-Dienstleistungen in ihren Läden anzubieten. Post-Service-Shops sollen unter Verzicht auf weniger gefragte, aber komplexe Dienstleistungen wie Einschreiben, Paketannahme oder Nachnahmesendungen ein postalisches „Basissortiment“ anbieten, das sich vor allem an Privatkunden richtet. Anders als vollwertige Postagenturen sind Verkaufspunkte auch für Ortschaften unter 2000 Einwohnern vorgesehen, können aber z. B. ebenso in postalisch unterversorgten Stadtteilen von Großstädten vorkommen.