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Antrag zum Erhalt der Postfiliale Kötnerholzweg 26 / Limmerstraße
Antrag
der Bezirksrat beschließt:
1. Der Oberbürgermeister und die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover werden aufgefordert, sich in Verhandlungen mit der Deutschen Post AG dafür einzusetzen, dass die Postfiliale Kötnerholzweg 26 (Limmerstr.) - mit den derzeitigen Öffnungszeiten und Dienstleistungen - auf Dauer erhalten bleibt.
2. Sollte die Schließung dieser Filiale (z.B. aus rechtlichen Gründen) nicht zu verhindern sein, wird die Verwaltung weiterhin aufgefordert, unverzüglich in Verhandlungen mit der Deutschen Post AG sicherzustellen, dass mit einer Postagentur im Stadtteil der Umfang und die Qualität des bisherigen Leistungsangebots voll erhalten bleibt. - In diesen Verhandlungen ist ebenso sicherzustellen, dass - entsprechend der Vorschriften der Regulierungs-behörde - der vorgeschriebene Abstand zur nächsten Postfiliale nicht überschritten wird.
3. Zum Leistungsangebot soll in jedem Fall auch ein Briefmarkenautomat gehören, der am alten Standort, auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten einer Postagentur, frei zugänglich ist.
4. Ebenso muss am bisherigen Standort auch ein Geldautomat erhalten bleiben, der zeitlich und räumlich uneingeschränkt zur Verfügung steht
Begründung
Noch im Dezember hatte die Post einer Anfrage aus dem Bezirksrat nach der Planung einer Schließung vehement widersprochen.
Wie der NP vom 18.03.2008 zu entnehmen war, plant die Deutschen Post AG in nächster Zeit weitere Filialen im Stadtgebiet Hannover zu schließen. Dazu gehört, bereits im Juni 2008, auch die Filiale im Kötnerholzweg 26 (Limmerstr.). Zwar möchte die Post wohl ihre Dienstleistungen auch weiterhin über Partner anbieten, es ist aber nach bisherigen Erfahrungen nicht auszuschließen, dass das Leistungsangebot noch weiter vermindert wird.
Mit mehr als 10.000 Einwohnern gehört eine Poststelle zur Grundversorgung eines Stadtteils. Da in Linden – Nord allein mehr als 16.500 Menschen leben, wäre schon diese Anzahl ausreichend; allerdings gehören zum dem Einzugsbereich dieser Postfiliale auch stadtauswärts liegende Stadtteile wie z. B. Limmer (6.000) und Ahlem (9.400), so wären weit mehr Menschen von dieser willkürlichen Maßnahme der Post betroffen. Die bisherige Postfiliale ist und war schon immer gut ausgelastet und wird von den Bürgerinnen und Bürgern hervorragend angenommen, so dass es leider häufiger auch zu erheblichen Wartezeiten und Schlangen kommt. Darum sollte die Deutsche Post AG angehalten werden darüber nachzudenken, wie man das Serviceangebot in diesem Einzugsbereich verbessert, statt einfallslos auf eine solch gut angenommene Zweigstelle zu verzichten.
Außerdem ist es in einem Stadtteil mit großem Anteil an älteren Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als eine Härte, diese Filiale zu schließen. – Die schlechte Erreichbarkeit der nächsten Filiale am Lindener Markt durch den öffentlichen Nahverkehr (und hier besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen) ist ein weiterer Grund für den Erhalt.
Letztlich ist der zur Filiale gehörende Geldautomat kilometerweit inzwischen der einzige der den Zugang zur sogenannten „Cash-Group“ ermöglicht.