Drucksache Nr. 15-0646/2012 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Auf der Linie 700 fahren nicht nur Niederflurbusse mit Rampe
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 21.03.2012
TOP 9.1.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-0646/2012 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Auf der Linie 700 fahren nicht nur Niederflurbusse mit Rampe
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 21.03.2012
TOP 9.1.1.

Bis zum barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinie 10 sind mobilitätseingeschränkte Menschen in Limmer und Linden-Nord auf die Buslinie 700 angewiesen. Auf den Fahrplänen an den Haltestellen der Linie 700 findet sich der Hinweis: „Auf dieser Linie verkehren nur Niederflurbusse mit Rampe“. Dieser Hinweis ist unzutreffend, weil auf der Linie 700 auch Busse von Subunternehmern eingesetzt werden, die von mobilitätseingeschränkten Menschen wegen fehlender Rampe nicht genutzt werden können. Die Fahrt mit der Linie 700 wird für diese Menschen zum Lotteriespiel.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Seit wann ist dieser Sachverhalt bekannt?
2. Warum werden auf der Linie 700 Fahrzeuge von Subunternehmern eingesetzt?
3. Was ist bislang veranlasst worden, um den Einsatz unzureichender Busse auf der Linie 700 abzustellen und den Einsatz ausschließlich barrierefreier Fahrzeuge auf der Linie 700 sicherzustellen?

Antwort

Die Verwaltung hat die Anfrage an die Firma RegioBus Hannover GmbH zuständigkeitshalber weitergeleitet. Die RegioBus GmbH beantwortet die Fragen Nr. 1.
bis 3. zusammenfassend wie Folgt:

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 kommen auf allen Fahrten der RegioBus-Linie 700, die die Stadtteile Linden-Limmer und Ahlem bedienen, ausschließlich Niederflurbusse mit Rampen zum Einsatz. Im Interesse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste hat die RegioBus GmbH mit dieser Maßnahme, die auch für die Linien 300 und 500 gilt, die bisherige Notwendigkeit einer vorherigen telefonischen Anmeldung abgelöst. Diese Regelung gilt sowohl für die eigenen Busse der RegioBus GmbH als auch für die weiterhin in geringem Umfang eingesetzten Fahrzeuge von Subunternehmern. Subunternehmerfahrzeuge, die auf der Linie 700 eingesetzt werden, erfüllen im Übrigen vergleichbar hohe Qualitätsstandards wie die Fahrzeuge der RegioBus GmbH.

Die Anfrage erweckt den Eindruck, dass Subunternehmerfahrzeuge mit "fehlender Rampe" gleichgesetzt werden. Dies ist nicht zutreffend.

Die RegioBus GmbH kann sich die Beschwerde, die der Anfrage offensichtlich zugrunde liegt, allenfalls damit erklären, dass im Einzelfall (z.B. Ausfall des regulären Fahrzeuges wegen notwendiger Reparaturarbeiten) ein anderes Fahrzeug eingesetzt wurde. Weil aber auch die Reservefahrzeuge, die auf der Linie 700 zum Einsatz kommen, durchweg mit Rampen ausgerüstet sind, sollte dieser Fall nicht auftreten. Konkrete und aktuelle Beschwerden zu fehlenden Rampen liegen der RegioBus GmbH nicht vor.

Abschließend wird auf das bekannte Problem der für eine Barrierefreiheit erforderlichen Haltestelleninfrastruktur hingeweisen. Vor allem an den Haltestellen in der Limmerstraße ist aufgrund fehlender Hochborde trotz der eingesetzten Niederflurfahrzeuge mit Rampe derzeit keine Barrierefreiheit gegeben.