Drucksache Nr. 15-0548/2011 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Hochwasserschutz Ihme – Auswirkung zusätzlicher Talsperren
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 30.03.2011
TOP 9.1.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-0548/2011 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Hochwasserschutz Ihme – Auswirkung zusätzlicher Talsperren
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 30.03.2011
TOP 9.1.1.

Die Presse berichtete am 16.02.2011, der Leineverband plane insgesamt 5 Rückhaltebecken
an der Ilme, einem Zulauf zur Leine. Für zwei dieser Rückhaltebecken könne bereits das
Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Das Rückhaltevolumen werde insgesamt 1,65
Mio. Kubikmeter betragen (s. Anlage)

Wir fragen die Verwaltung:
1. In welchem Umfang wurden diese fünf Talsperren bei der Aufstellung des jetzt im
Planfeststellungsverfahren befindlichen Hochwasserschutzplanes im Stadtgebiet Hannover
berücksichtigt?
2. In welcher Form fließen die fünf Talsperren in das Planfeststellungsverfahren ein?
3. In welchem Umfang können die bisher im Stadtgebiet Hannover geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen
reduziert werden?

Antwort

Vorbemerkung:
Die aktuell in Hannover in der Umsetzung befindlichen Hochwasserschutzmaßnahmen sind für ein hundertjährliches Hochwasserereignis vorgesehen und ausgelegt. Hochwasserrückhaltebecken wie beispielsweise Salzderhelden wirken bei Hochwasserereignissen, die kleiner als ein hundertjährliches Hochwasser sind. Solange der Wasserabfluss aus dem Rückhaltebecken geringer ist, als der Zufluss, hat das Rückhaltebecken seine Schutzwirkung. Dies ist im Januar 2011 sehr deutlich zu beobachten gewesen. Das Rückhaltebecken in Salzderhelden wie auch die Talsperren im Harz waren nahezu vollständig gefüllt. Hätte es im Januar noch länger geregnet, bzw. wäre noch mehr Schnee im Harz geschmolzen, hätten die Rückhaltebecken die zusätzlichen Wassermengen nicht weiter zurückhalten können und damit keine, bzw. nur noch eine sehr geringe Wirkung auf die Unterlieger gehabt. Weiterhin ist die Schutzwirkung der Rückhaltebecken örtlich begrenzt, wie auch der in der Anfrage zitierte Presseartikel zutreffend beschreibt.

Die geplanten Rückhaltebecken an der Ilme sollen Auswirkungen bis in den Landkreis Hildesheim hinein haben bei einem Fassungsvermögen von etwa 1,65 Mio. m³ (Salzderhelden hat etwa 37,4 Mio. m³).

Dies vorangestellt, beantwortet die Verwaltung die Fragen zu 1. bis 3. wie folgt:

Für die Berechnung und Bemessung der Hochwasserschutzmaßnahmen in Hannover gibt das Land die hydraulischen Bemessungsgrößen vor. Wir haben für ein hundertjährliches Hochwasserereignis den Bemessungswert von 913 m³/s an der Stadtgrenze Hannover/Hemmingen vorgegeben bekommen. In diesem Wert sind die vorhandenen Hochwasserschutzmaßnahmen oberhalb von Hannover berücksichtigt.