Antrag Nr. 15-0455/2023:
Änderungsantrag zu Drucks. Nr. 3201/2022 - Rückbau mehrerer Waldwege in der nördlichen und südlichen Eilenriede zur Förderung des Naturhaushalts

Inhalt der Drucksache:

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Änderungsantrag zu Drucks. Nr. 3201/2022 - Rückbau mehrerer Waldwege in der nördlichen und südlichen Eilenriede zur Förderung des Naturhaushalts

Antrag

Der Antragstext wird wie folgt geändert

1. Den Rückbau mehrerer Waldwege mit einer Gesamtlänge von rund 3 Kilometern in der nördlichen und südlichen Eilenriede zu beschließen, um den Naturhaushalt zu fördern, die Besucherlenkung zu optimieren sowie den Stadtwald weiter an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Es werden die Waldwege zurückgebaut, deren Rückbau kurzfristig (innerhalb der nächsten beiden Jahre) umsetzbar ist. Darüber hinaus soll der überdimensionierte Straßenraum der Bernadotteallee für Entsiegelungsmaßnahmen ins Auge gefasst werden.
Weg Nr. 5 bleibt zur Anbindung des Spielplatzes von der Tieckstraße bestehen.

a) Die entsiegelten und rückgebauten Wege werden an den jeweiligen Zuwegungspunkten mit Hinweisschildern und Sperren versehen, die auf den Grund des Rückbaus hinweisen und die Nutzung untersagen.

2. Die Renaturierung des Eilenriedegrenzgrabens in Höhe von ca. 139.000 € als Ersatzmaßnahme für den Bau der Pferdeturmkreuzung wird zugunsten des Rückbaus von Waldwegen nicht mehr durchgeführt.

Begründung

Zu 1.)
Der Rückbau von Waldwegen aus ökologischen Gründen, insbesondere des Erhalts von Biotopbäumen, wird ausdrücklich begrüßt. Dass dafür keine Gelder aus dem laufenden Haushalt zur Verfügung stehen ist bedauerlich.
Für die weitere Verwendung von Gelden für Ersatz-/Ausgleichsmaßnahmen aufgrund von Flächenversiegelung, ist es notwendig, dass die Stadt ein Entsiegelungskataster erstellt und eine Prioritätenliste vorlegt. In der Regel ist eine Kompensation durch räumlich nahe Entsiegelungsmaßnahmen vorzunehmen, auch wenn diese teurer gegenüber anderen Ausgleichsmaßnahmen ist. Nur daduch kann die Durchführung von ökologisch wertvollen und örtlich klimawirksamen Maßnahmen sichergestellt werden.

Die gute Erreichbarkeit des Spielplatzes aus dem Kleefelder Wohnquartier sollte sichergestellt werden.

zu 1.a)
Die Weiternutzung der rückgebauten Wege läuft den Zielen der Maßnahme zuwider. So können keine neuen Bäume und andere Pflanzen anwachsen, der Boden wird durch das Betreten abermals verdichtet und es werden ggf. Tiere gestört. Darüber hinaus ist es einem Großteil der Waldbesucher*innen sicher nicht geläufig, dass sie diese (ehemaligen) Wege auf eigene Gefahr betreten. Der Hinweis auf das Ziel des Rückbaus - wertvollen Baumbestand zu erhalten und Tieren Lebensraum zu schaffen - lässt auf eine größere Akzeptanz für das Ändern von Gewohnheiten und möglicherweise entstehenden Umwege hoffen.