Anfrage Nr. 15-0403/2026:
Sicherheitsdienst in städtischen Unterkünften im Stadtbezirk Mitte, Einsatzumfang und Entwicklung

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Sicherheitsdienst in städtischen Unterkünften im Stadtbezirk Mitte, Einsatzumfang und Entwicklung

In der Antwort der Verwaltung auf unsere Anfrage in der letzten Sitzung wird ausgeführt, dass sich der Umfang des Sicherheitsdienstes in den Unterkünften nach den baulichen Gegebenheiten richtet, zum Beispiel nach der Anzahl der Gebäude und Eingänge oder der Art der Brandmeldeanlage. Außerdem wird dargestellt, dass in den weiteren Unterkünften im Stadtbezirk Mitte die Personalstunden beim Sicherheitsdienst nicht reduziert worden seien.

Wir danken für die grundsätzlichen Hinweise. Um die Situation politisch verlässlich bewerten zu können, benötigen wir jedoch ergänzende Informationen dazu, wie der Sicherheitsdienst vor Ort konkret organisiert ist und in welchem Umfang Personal tatsächlich eingesetzt wird.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Konkreter Ist-Stand je Unterkunft:
Wie viele Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes sind derzeit in jeder einzelnen Unterkunft im Stadtbezirk Mitte im Einsatz?
Bitte jeweils mit Zeiten (Beginn und Ende der Schichten), Anzahl der Personen pro Schicht, sowie Angaben zu Wochentagen und Wochenenden und möglichen Abweichungen.

2. Entwicklung in den letzten drei Jahren:
Wie hat sich der Personaleinsatz des Sicherheitsdienstes je Unterkunft in den letzten drei Jahren entwickelt?
Bitte geben Sie eine jährliche Übersicht, aus der mindestens Schichtzeiten und Mindestbesetzung hervorgehen.

3. Nachvollziehbarkeit der Begründungen bei langen Unterbringungsdauern:
In einer weiteren Antwort der Verwaltung wird ausgeführt, dass besonders lange Unterbringungsdauern „Extremwerte in Form von Einzelfällen“ seien und dass insbesondere in den Unterkünften Lammstraße und Rumannstraße „individuelle, besonders herausfordernde Ausgangslagen“ vorlägen. Was ist damit konkret gemeint?
Bitte erläutern Sie verständlich, welche Ausgangslagen hier gemeint sind (zum Beispiel fehlende Wohnfähigkeit, gesundheitliche oder psychische Problemlagen, ungeklärte Leistungsansprüche, rechtliche Hinderungsgründe, fehlender Zugang zu Wohnraum), welche Gründe zu den außergewöhnlich langen Verweildauern geführt haben und welche Maßnahmen die Verwaltung ergriffen hat oder ergreift, um eine Unterbringung außerhalb der Unterkunft zu ermöglichen.