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Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Drucksache 15-0153/2024: Leistungsfähigkeit der Straßen im Stadtbezirk Misburg-Anderten aufrechterhalten
Antrag
Diese Drucksache wird wie folgt geändert:
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung möge dafür Sorge tragen, dass die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes im Stadtbezirk Misburg-Anderten mit Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer auch in den kommenden Jahren gewährleistet bleibt.
Deshalb wird die Verwaltung dazu aufgefordert, ein Gesamtverkehrskonzept für den Stadtbezirk Misburg-Anderten zu erarbeiten und dem Bezirksrat vorzulegen.
Dabei ist zu beachten, dass in Zukunft im Sinne des Klimaschutzes und zur effizienten Nutzung der Verkehrsmittel in teils überfüllten Straßenräumen der sogenannte Umweltverbund zu stärken ist (Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr). Bürgerinnen und Bürger, die das Auto nutzen möchten, sollen dies weiterhin tun können.
Insbesondere ist im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts für den Stadtbezirk der Vorschlag einer Umgehungsstr. um die Anderter Str. in Relation zum heutigen und zukünftigen (mögliche Erschließung des Deurag-Nerag-Geländes) Verkehrsaufkommen zu prüfen.
Dabei möge die Verwaltung berücksichtigen, dass
1. die gegenwärtig bestehenden Haupt- und Vorbehaltsstraßen mit Bedeutung für den
Stadtbezirk, hier sind besonders die Buchholzer, die Hannoversche und die Anderter
Straße zu nennen, nicht zu Nebenstraßen zurückgestuft werden;
2. in den Quartieren im Stadtbezirk öffentliche Parkmöglichkeiten erhalten bleiben;
3. die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr, insbesondere für Kinder, garantiert wird;
z.B. durch geeignete Ampelschaltungen oder Fußgängerüberwege.
Begründung
Die Verkehrssituation im Stadtbezirk ist gegenwärtig in hohem Maße belastet, und zwar einerseits durch den Berufsverkehr und andererseits den Schwerlastverkehr insbesondere über die Anderter Str.
Beispielsweise bei neuen Gewerbeansiedlungen wurde von der Verwaltung regelmäßig nur betrachtet, wie viel Steigerung an LKW-Verkehr ein einzelner Betrieb verursacht, ohne dies zum Gesamtverkehrsaufkommen in Relation zu setzen. Für eine realistische Einschätzung der Verkehrssituation im Stadtbezirk muss jedoch beachtet werden, wie sich alle Beiträge insbesondere zum LKW-Aufkommen darstellen. Dies wurde bereits wiederholt im Bezirksrat angemahnt.
Mit ihrem Schnellwegenetz und den innerstädtischen Hauptverkehrsachsen ist die Landeshauptstadt
Hannover das größte Verkehrskreuz in Nordwestdeutschland. Sowohl der motorisierte
Fernverkehr, als auch der Pendlerverkehr werden aus gutem Grund über ein breit ausgelegtes
Netz an Straßen abgewickelt. Für einen fließenden und damit auch sicheren Verkehr
ist das vorhandene Straßennetz in seiner Breite wie auch seiner Ausbaustandards von großer
Bedeutung. Da die Zulassungszahlen für Neufahrzeuge auch im vergangenen Jahr erneut gestiegen
sind, kann von sinkenden Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit des hannoverschen
Straßennetzes nicht die Rede sein. Die Wege zur Arbeit und nach Hause, vor allem aber zum
Kindergarten und in die Schule sollen auch auf den Nebenstraßen sicher bleiben und zu bewältigen
sein – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem ÖPNV oder dem eigenen Pkw.
Ebenso muss die Erreichbarkeit der Quartiere gewährleistet bleiben. Die Stadtverwaltung ist
angesichts der jüngsten Ratsbeschlüsse aufgefordert, sich klar zu einem fließenden, sicheren
und leistungsfähigen Verkehr für alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer zu bekennen.