Antrag Nr. 15-0396/2024:
Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Drucksache 15-0153/2024: Leistungsfähigkeit der Straßen im Stadtbezirk Misburg-Anderten aufrechterhalten

Informationen:

Beratungsverlauf:

  • 06.03.2024: Stadtbezirksrat Misburg-Anderten: Teilabstimmung beantragt, die sich wie folgt aufteilt: 1) Text von "Die Verwaltung möge Sorge tragen...(Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr)". 16 Stimmen dafür, 1 Stimme dagegen, 0 Enthaltungen 2) Text von "Bürgerinnen und Bürger...sollen dies weiterhin tun können". 13 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 4 Enthaltungen 3) Text von "Insbesondere ist im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts...Verkehrsaufkommen zu prüfen". 16 Stimmen dafür, 1 Stimme dagegen, 0 Enthaltungen

Antragsteller(in):

SPD-Fraktion

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".

Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Drucksache 15-0153/2024: Leistungsfähigkeit der Straßen im Stadtbezirk Misburg-Anderten aufrechterhalten

Antrag

Diese Drucksache wird wie folgt geändert:

Der Bezirksrat möge beschließen:

Die Verwaltung möge dafür Sorge tragen, dass die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes im Stadtbezirk Misburg-Anderten mit Rücksicht auf alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer auch in den kommenden Jahren gewährleistet bleibt.

Deshalb wird die Verwaltung dazu aufgefordert, ein Gesamtverkehrskonzept für den Stadtbezirk Misburg-Anderten zu erarbeiten und dem Bezirksrat vorzulegen.

Dabei ist zu beachten, dass in Zukunft im Sinne des Klimaschutzes und zur effizienten Nutzung der Verkehrsmittel in teils überfüllten Straßenräumen der sogenannte Umweltverbund zu stärken ist (Fuß-, Rad- und öffentlicher Personennahverkehr). Bürgerinnen und Bürger, die das Auto nutzen möchten, sollen dies weiterhin tun können.

Insbesondere ist im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts für den Stadtbezirk der Vorschlag einer Umgehungsstr. um die Anderter Str. in Relation zum heutigen und zukünftigen (mögliche Erschließung des Deurag-Nerag-Geländes) Verkehrsaufkommen zu prüfen.

Dabei möge die Verwaltung berücksichtigen, dass

1. die gegenwärtig bestehenden Haupt- und Vorbehaltsstraßen mit Bedeutung für den

Stadtbezirk, hier sind besonders die Buchholzer, die Hannoversche und die Anderter

Straße zu nennen, nicht zu Nebenstraßen zurückgestuft werden;

2. in den Quartieren im Stadtbezirk öffentliche Parkmöglichkeiten erhalten bleiben;

3. die Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr, insbesondere für Kinder, garantiert wird;

z.B. durch geeignete Ampelschaltungen oder Fußgängerüberwege.

Begründung


Die Verkehrssituation im Stadtbezirk ist gegenwärtig in hohem Maße belastet, und zwar einerseits durch den Berufsverkehr und andererseits den Schwerlastverkehr insbesondere über die Anderter Str.

Beispielsweise bei neuen Gewerbeansiedlungen wurde von der Verwaltung regelmäßig nur betrachtet, wie viel Steigerung an LKW-Verkehr ein einzelner Betrieb verursacht, ohne dies zum Gesamtverkehrsaufkommen in Relation zu setzen. Für eine realistische Einschätzung der Verkehrssituation im Stadtbezirk muss jedoch beachtet werden, wie sich alle Beiträge insbesondere zum LKW-Aufkommen darstellen. Dies wurde bereits wiederholt im Bezirksrat angemahnt.

Mit ihrem Schnellwegenetz und den innerstädtischen Hauptverkehrsachsen ist die Landeshauptstadt

Hannover das größte Verkehrskreuz in Nordwestdeutschland. Sowohl der motorisierte

Fernverkehr, als auch der Pendlerverkehr werden aus gutem Grund über ein breit ausgelegtes

Netz an Straßen abgewickelt. Für einen fließenden und damit auch sicheren Verkehr

ist das vorhandene Straßennetz in seiner Breite wie auch seiner Ausbaustandards von großer

Bedeutung. Da die Zulassungszahlen für Neufahrzeuge auch im vergangenen Jahr erneut gestiegen

sind, kann von sinkenden Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit des hannoverschen

Straßennetzes nicht die Rede sein. Die Wege zur Arbeit und nach Hause, vor allem aber zum

Kindergarten und in die Schule sollen auch auf den Nebenstraßen sicher bleiben und zu bewältigen

sein – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem ÖPNV oder dem eigenen Pkw.

Ebenso muss die Erreichbarkeit der Quartiere gewährleistet bleiben. Die Stadtverwaltung ist

angesichts der jüngsten Ratsbeschlüsse aufgefordert, sich klar zu einem fließenden, sicheren

und leistungsfähigen Verkehr für alle Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer zu bekennen.