Anfrage Nr. 15-0358/2006:
Rohöltransporte und -lagerungen auf dem Deurag-Nerag-Gelände

Inhalt der Drucksache:

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Rohöltransporte und -lagerungen auf dem Deurag-Nerag-Gelände

Anfrage

Ende 1985 Anfang 1986 wurde der Betrieb der Schmierstoffproduktion und der Treibstofferzeugung von den Muttergesellschaften Esso und Shell geschlossen. Erhalten blieb auf dem Deurag-Nerag Gelände lediglich ein Umschlagplatz für Rohöl. Von den ca.
1 Mill. Tonnen Öl, die 1986/87 durch die Pipelines transportiert wurden, kamen ca. 500.000 Tonnen nach Misburg auf das Südgelände und ein erheblicher Teil wurde dort zwischen- gelagert, um dann per Schiff oder in Kesselwagen zu anderen Raffinerien transportiert zu werden. Damit war die bis zu Schließung der übrigen Betriebe bestandene Gefahr einer Umweltbelastung für diesen Bereich auch nach der Schließung weiterhin vorhanden.
1986 wurde prognostiziert, dass die Ölförderung längstens noch 10 Jahre durchgeführt werden könne. Mindestens in dieser Zeit wurde also hier Gewerbe betrieben oder wird gegebenenfalls auch heute noch betrieben.
Wir fragen daher die Verwaltung:
1. Wann wurde oder wird der Betrieb der Ölförderung auf dem Deurag-Nerag-Gelände
geschlossen bzw. wie viel Tonnen Rohöl werden z. Zt. jährlich weiterhin nach Misburg
transportiert und in den Tanks ständig gelagert?
2. In welchem Umfang ist bekannt, ob bzw. in welchem Ausmaß es im Bereich des Verlaufs
der Pipeline auf oder vor dem Gelände Störungen oder Umweltbelastungen seit der
Schließung der Raffinerie 1986 gegeben hat?
3. Welche Vereinbarungen zwischen dem Betreiber der Deurag-Nerag und der Stadt
Hannover gibt es hinsichtlich der vorhandenen Belastungen des Geländes und seiner
Beseitigung?