Drucksache Nr. 15-0348/2015 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Sichtachsen Hinüberscher Garten
Sitzung des Stadtbezirksrates Herrenhausen Stöcken am 25.02.2015
TOP 10.2.4.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Herrenhausen Stöcken (zur Kenntnis)
 
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Antwort
15-0348/2015 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Sichtachsen Hinüberscher Garten
Sitzung des Stadtbezirksrates Herrenhausen Stöcken am 25.02.2015
TOP 10.2.4.

Bei der teilweisen Wiederherstellung des Hinüberschen Gartens anläßlich der EXPO 2000 wurden die ursprünglich vorhandenen Sichtachsen vom Hexenturm zum Obelisk nicht wieder freigelegt, weil – so noch im Ohr – man im Zeitalter des Baumsterbens keine Bäume fällt. Vielmehr wurde versprochen, den natürlichen Wandel zu nutzen, das Absterben der sichtversperrenden Bäume abzuwarten und die Sichtachsen von nachwachsenden Bäumen freizuhalten. Mittlerweile gilt das Waldsterben als beendet und die Sichtachsen sind so undurchsichtig wie eh un je. Nur Ortskundigen ist überhaupt bekannt, daß der Obelisk zum Hinüberschen Garten gehört.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Zielt die Verwaltung darauf ab, den Obelisk sichtbar in den Hinüberschen Garten
einzubeziehen?
2. Steht der Freilegung der ursprünglichen Sichtachsen mehr entgegen, als beispielsweise
dem Ausbau der Garbsener Landstraße, für den etwa 100 Bäume gefällt wurden?
3. Welche weiteren Sichtachsen auf Teiche und Landschaftsbilder gehörten zur ursprünglichen Anlage des Hinüberschen Gartens?

Antwort der Verwaltung

Zu 1.) Der abgetrennte, nördliche Teil, des Hinüberschen Gartens (in dem sich der Obelisk befindet), ist in der Zuständigkeit von OE 67.7 (Stadtforst). Zwischen diesen beiden Arealen befindet sich der Friedhof Marienwerder.

Obwohl es wünschenswert wäre, den Obelisken wieder visuell einzubinden, macht es diese Konstellation unmöglich, die historischen Blickbeziehungen ungestört wieder herzustellen.
Zu 2.) Die Realisierbarkeit der Wiederherstellung von Sichtachsen unterliegt einem Abwägungsprozess, der durch verschiedene Parameter beeinflusst wird. Neben Naturschutz/ Baumschutz, spielen auch Verkehrssicherungspflicht- und nicht zuletzt auch die Machbarkeit eine Rolle. Da wo sich historische Blickbeziehungen realisieren lassen, haben wir sie umgesetzt und unterhalten sie konsequent.
Zu 3.) Dem ursprünglichen Parkkonzept des Erbauers ließen sich über 30 Sichtachsen zuordnen. Einen detaillierten Einblick gibt das Parkpflegewerk von Dipl.-Ing. Michael Rohde, 1997. (Bibliothek der Universität Hannover).