Drucksache Nr. 15-0331/2019 F2:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Standort und Konzept Dependance KroKuS
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 13.02.2019
TOP 3.2.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
An den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode (zur Kenntnis)
 
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15-0331/2019 F2
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Standort und Konzept Dependance KroKuS
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am 13.02.2019
TOP 3.2.1.

Eine Dependance des Stadtteilzentrums KroKuS im Wohngebiet Kronsberg Süd sollte nicht allein Kinder und Eltern ansprechen, sondern sollte auch Angebot und Treffpunkt für Jugendliche, Studierende, Alleinstehende, Erwachsene ohne Kinder und ältere Menschen sein. Eine Eingliederung in eine Grundschule kann die Akzeptanz bei diesen Zielgruppen erschweren und zu strukturell bedingten Nutzungskonflikten führen.

Im Wohngebiet Kronsberg Süd ist auch ein Familienzentrum an einer der Kitas vorgesehen. Ein kürzlich in Vahrenheide eröffnetes Familienzentrum schließt zum Beispiel Elterntreff, Bibliothek und Sprachförderkurse für Kinder und Eltern ein.

In den Bürgerbeteiligungs-Veranstaltungen zur Planung von Kronsberg Süd wurde der sogenannte Anziehungspunkt im Stadtteilpark immer wieder ausdrücklich als Treffpunkt gewünscht. Eine Lage im Grünen würde für Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten eine umfassende Methodik ermöglichen, die Außengelände und Natur einbezieht. Die Angliederung oder direkte Nachbar-schaft einer professionellen, aber preisgünstigen Gastronomie würde die Attraktivität einer KroKuS-Dependance unterstreichen und die Attraktivität im Vergleich zur Verortung in einer Grundschule für viele erwachsene Zielgruppen erhöhen (Vereine, Initiativen, Erwachsenen-bildung, Tagungen etc).

Wir fragen die Verwaltung:
· Für welche Zielgruppen und Nutzungsarten genau werden Räume von welcher Größe gebraucht und sind auch Büros für Mitarbeiter*innen der Dependance vorgesehen?

· Wurde auch die Verortung der KroKuS-Dependance am sogenannten Anziehungspunkt im Stadtteilpark geprüft und welche Vor- und Nachteile sieht die Verwaltung in dieser Lösung - im Vergleich zur Ansiedlung dieser KroKuS-Dependance im Gebäude der Grundschule?

· Sollen sich die Angebote der KroKuS-Dependance von denen des geplanten Familienzentrums unterscheiden und ergänzen und wenn ja in welchen Punkten?

Antwort der Verwaltung zu Frage 1:
Die Dependance des KroKuS wird sich mit den Angeboten an alle Bewohner*innen des neuen Quartiers richten. Schwerpunkte werden zum einen die offene Arbeit mit Jugendlichen sein, für die in der Dependance ein Offene Tür Arbeitsbereich geplant ist sowie auch ein Gruppenraum. Für die kulturelle Arbeit im Quartier sind ein Kreativ-/Projektraum geplant, ein Raum u.a. für Bewegungsangebote und kleinere Veranstaltungen sowie zwei Gruppenräume, die auch für Musik genutzt werden können. Ein Foyer wird als Begegnungs- und Ausstellungsraum geplant. Dort soll auch ein Bibliotheksangebot vorhanden sein. Geplant sind darüber hinaus auch vier Büroarbeitsplätze. Inhaltlich und konzeptionell wird der Arbeitsansatz die Erfahrungen des vernetzten, integrativen und bereichsübergreifenden Arbeitens im KroKuS weiterführen und stärken. Insgesamt werden hierfür knapp 485 m² zzgl. Sanitär-, Technik-, und Verkehrsflächen benötigt.

Antwort der Verwaltung zu Frage 2:


Der Anziehungspunkt ist konzipiert als zurückhaltender baulicher Akzent im seinerseits eher sparsam dimensionierten Stadtteilpark. Um diese räumliche Wirkung sicher zu stellen, wurde er im Bebauungsplan mit einem Außenmaß von max. ca. 180 qm und eingeschossiger Bauweise festgesetzt. Der Standort verfügt über max. 10 Stellplätze an der Parkrandstraße und ist nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Er eignet sich daher weder von seiner Lage noch von seiner Größe für eine Krokus-Dependance mit einem etwa vierfachen Flächenbedarf.
Das Grundstück der Grundschule liegt dagegen zentral am Quartiersplatz. Um optimale funktionale Bezüge innerhalb der Grundschule zu gewährleisten werden alle raumgreifenden Nutzungen wie Aula, Mensa, Ganztagsbereich und Sporthalle im Erdgeschoss angeordnet, während in den Obergeschossen Kapazitäten für eine separat erschlossene Krokus-Dependance verbleiben.

Antwort der Verwaltung zu Frage 3:
Die Arbeit eines Stadtteilzentrums unterscheidet sich von der Arbeit eines Familienzentrums, denn ein Stadtteilzentrum ist grundsätzlich offen für alle Altersgruppen und macht auch Angebote für alle Altersgruppen. Die Dependance des KroKuS wird – wie auch schon der KroKuS selbst – mit den Kitas/ dem Familienzentrum kooperieren und kann die Arbeit somit, z.B. bezogen auf kulturelle Bildung ergänzen.