Drucksache Nr. 15-0266/2018 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Ampelschaltung Kreuzung Tiergartenstraße/Großer Hillen/Brabeckstraße
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am
14.02.2018 - TOP 3.3.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode (zur Kenntnis)
 
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15-0266/2018 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Ampelschaltung Kreuzung Tiergartenstraße/Großer Hillen/Brabeckstraße
Sitzung des Stadtbezirksrates Kirchrode-Bemerode-Wülferode am
14.02.2018 - TOP 3.3.1.

Die Ampelschaltung im o. g. Kreuzungsbereich führt zu Rückstaus in den zufüh­ren­den Straßen. Die Schaltzeiten erscheinen nicht optimal und führen wiederholt zu Bür­gerunzufriedenheit. Aufgrund der überdurchschnittlich langen Wartezeiten besonders für die Fußgänger und Radfahrer werden von diesen Verkehrsteilnehmergruppen al­ter­native Übergänge gewählt. Dadurch entstehen regelmäßig Gefahrensituationen.

Für die Linksabbieger in die Brabeckstraße aus Richtung Anderten auf der Tiergar­tenstraße kommend gibt es eine Bedarfsschaltung, die mit grünem Lichtzeichen das Linksabbiegen erlaubt. Das Linksabbiegen auch bei grünem Licht ist meistens nicht möglich, da der abfließende Verkehr der Tiergartenstraße aus Richtung Kleefeld kom­­mend den Kreuzungsbereich noch nicht verlassen konnte.

Diese Verkehrssituation wird regelmäßig durch die ÖPNV-Vorrangschaltung für den für die anderen Verkehrsteilnehmer unübersichtlich und birgt weitere Gefahrenmo­men­te.

In den umliegenden Straßen beobachten die Anwohner bereits erhöhten Schleich­verkehr, seit die Ampel mit den langen Schaltzeiten in Betrieb genommen wurde.
Auf Nachfrage hatte die Verwaltung erklärt, die Ampelschaltungen überprüfen zu wol­len.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Wann und genauer zu welchen Uhrzeiten finden die Überprüfungen der Ampelschaltungen statt, mit welchem Ergebnis ?

2. Welches Zeitfenster wurde für die Optimierung der Kreuzungsführung gesetzt?

3. Was wird getan, um die Schadstoffbelastung durch den stehenden Verkehr zu reduzieren?

Antwort der Verwaltung zu Frage 1:

Die Lichtsignalanlage regelt einen sehr komplexen Kreuzungsbereich mit vielen unterschiedlichen Nutzungsansprüchen. Insbesondere die vielen konkurrierenden ÖV-Linien, die teilweise in sehr engen Takten fahren, stellen dabei eine Herausforderung dar. Weiterhin lag bei der Planung der Lichtsignalanlage ein großes Augenmerk auf der Sicherung der Fußgänger.

In unregelmäßigen Abständen und zu unterschiedlichen Tageszeiten finden Begehungen der Örtlichkeit statt und es erfolgen gegebenenfalls Anpassungen der Steuerung. In letzter Zeit war z. B. auffällig, dass die stadtauswärts fahrende Bahn nicht in den Haltestellenbereich einfahren konnte. Um diese Situation zu verbessern, sind die entsprechenden Parameter in dieser Woche angepasst worden.

Eine grundlegende Neustrukturierung der Signalprogramme ist aufgrund der oben genannten vielfältigen konkurrierenden Verkehrsströme nicht möglich.


Antwort der Verwaltung zu Frage 2:

In den nächsten Monaten werden sich durch die verschiedenen Bautätigkeiten im weiteren Umfeld der Lichtsignalanlage (z. B. Umbau der Brabeckstraße) immer wieder andere Verkehrszustände einstellen. Die Verwaltung wird dies beobachten und nach Möglichkeit darauf reagieren. Nach Abschluss dieser Maßnahmen wird eine größer angelegte Verkehrszählung und Beobachtung erfolgen und daran anschließend eine Überprüfung und Optimierung der Signalsteuerung.


Antwort der Verwaltung zu Frage 3:

Die Steuerung der Lichtsignalanlage reagiert verkehrsabhängig auf die Belastungen in den unterschiedlichen Knotenpunktarmen. Ziel der Lichtsignalsteuerung ist eine ausgewogene Berücksichtigung aller Verkehrsströme unter Berücksichtigung der Bevorrechtigung des ÖPNV.