Drucksache Nr. 15-0230/2026:
GS Tiefenriede, Erneuerung der Wärmeversorgung

Informationen:

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
  • Schul- und Bildungsausschuss

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Südstadt-Bult
An den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss (zur Kenntnis)
An den Schul- und Bildungsausschuss (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
15-0230/2026
3 (online)
 

GS Tiefenriede, Erneuerung der Wärmeversorgung

Antrag,

1. Der Haushaltsunterlage Bau gem. § 12 KomHKVO, GS Tiefenriede – Erneuerung der Wärmeversorgung in Höhe von insgesamt 395.000 €
zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Bei der Umsetzung der Maßnahme gibt es keine spezifische Betroffenheit. Die mit der Beschlussempfehlung verfolgte Zielsetzung wirkt sich unabhängig von geschlechtlicher Identität aus.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung

Das Ergebnisse der Klimawirkungsprüfung fällt positiv aus.

Die Leistung der Wärmeerzeuger wird durch Neu-Ermittlung des notwendigen Bedarfes reduziert. Darüber hinaus werden auch die Gebäudeautomation sowie die Wärmedämmung dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Insgesamt soll dadurch der Heizenergieverbrauch gesenkt werden.

Im zweiten Bauabschnitt (separates Projekt) wird die Kesselanlage durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ergänzt. Die Integration der Wärmepumpe wurde bereits bis zum Abschluss der Leistungsphase zwei (Vorentwurf) mitgeplant. Der Einsatz der Wärmepumpe führt dann zusätzlich zu einer erheblichen Reduzierung des Verbrauchs fossiler Ressourcen.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilergebnishaushalt 19 - Investitionstätigkeit
Produkt 11118
Produkt 21102
Gebäudemanagement
Grundschulen
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
   
   
Sach- und Dienstleistungen €395,000.00
   
Saldo ordentliches Ergebnis (€395,000.00)
   
  
Finanzierung
Die Aufwendungen für die Instandsetzung von insgesamt 395.000 € stehen im Teilergebnishaushalt, TH 19, Produkt 11118, im Haushaltsjahr 2026/2027 zur Verfügung.

Begründung des Antrages

Schulentwicklung
Die Grundschule Tiefenriede ist eine 4-zügige Ganztagsgrundschule im Stadtbezirk Südstadt-Bult. Im Schuljahr 2025/2026 wird sie laut Schulstatistik von insgesamt 469 Schüler*innen – inklusive der Doppelzählung von Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung – besucht. Der Standort wird auch langfristig zur Schulversorgung im Stadtbezirk Südstadt-Bult benötigt.

Allgemein
Das Projekt wurde initiiert, weil eine der beiden bestehenden Heizkesselanlagen in der GS Tiefenriede defekt ist und Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind. Beide Heizkessel sind vom Typ her identisch, so dass schließlich die Entscheidung getroffen wurde, beide Anlagen auszutauschen. Derzeit wird die Wärmeversorgung der Schule mit einer mobilen Heizanlage sichergestellt.

Im Bereich der Grundschule Tiefenriede liegt derzeit keine Fernwärme vor. Eine Anfrage bei der Enercity AG hat ergeben, dass der Ausbau in diesem Gebiet erst ab ca. 2030 geplant ist. Um den Anforderungen aus dem GEG nachzukommen und die Anlage zukünftig nachhaltig zu betreiben, wurde neben den neuen Heizkesseln zusätzlich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geplant.

Die Ergänzung der Anlage mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgt in einem zweiten Bauabschnitt und in einem separaten Projekt im Anschluss an die Erneuerung der Heizkessel.
Hintergrund dieser Aufteilung ist die schnellstmögliche Sicherstellung der Wärmeversorgung der Schule und die Beschleunigung des Planungs- und Genehmigungsprozesses.


Barrierefreiheit
Das Projekt hat keine Auswirkung auf die Barrierefreiheit.





Energetischer Standard
Das Verfahren der LH-Hannover sieht systematische Vorgehensweise bei der Betrachtung der Versorgungsvarianten zur Wärmeerzeugung vor.
- Fernwärmeausbau am Standort frühestens ab 2030 geplant.
- Biomasse in Form einer Pelletanlage erfordert hohen Aufwand durch Lieferung und Lagerung. Zudem Neubewertung der CO2-Emission durch das Umweltbundesamt.
- Aufgrund der unterschiedlichen energetischen Standards der Schulgebäude bietet sich eine bivalente Heizanlage in Form von zwei Gas-Brennwertkesseln und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe als zukünftige Wärmeversorgung an.

Terminplanung
Baubeginn voraussichtlich 2026, Fertigstellung 2026 (1. Bauabschnitt)
19 .4
Hannover / Jan 19, 2026