Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Antwort der Verwaltung auf die Anfrage
Fahrstuhl S-Bahn-Station Anderten-Misburg
Sitzung des Stadtbezirksrates Misburg-Anderten am 05.03.2014
TOP 10.2.1
Mit Anfrage 15-1239/2012 war die Geruchssituation in dem Fahrstuhl Thema im Bezirksrat. Zunehmend ist allerdings festzustellen, dass der Fahrstuhl eher außer Betrieb statt in Betrieb ist. Regelmäßig haben die Türen ein Schließproblem oder der Fahrstuhl steht im Schacht fest. Reparaturarbeiten finden nur sporadisch statt und haben offenbar kaum Wirkung. Im Betrieb fallen zudem häufig „Schleifgeräusche“ während der Fahrt auf.
Immer wieder ist zu beobachten, wie z. B. Kinderwagen die lange Treppe hoch- oder runtergeschleppt werden oder wie sich Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer vor erhebliche Probleme gestellt finden.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Ist bekannt, wie oft der Fahrstuhl in 2013 außer Betrieb war und wann
Reparaturen stattgefunden haben?
2. Lassen sich alle Defekte allein durch Vandalismus erklären – wenn nein, warum
orgt die Deutsche Bahn AG dann nicht für vernünftige Reparaturleistungen?
3. Ist die Fahrstuhltechnik an dieser Station tatsächlich so sensibel und anfällig,
dass im Vergleich mit vielen weiteren Fahrstühlen an anderen Bahnstationen in
Hannover –laufend und wohl auch künftig dauernd ausfällt?
Die Anfrage wurde zuständigkeitshalber an die DB Station&Service AG
weitergeleitet. Hierzu wurde Folgendes mitgeteilt:
Zu 1. und 2.:
"Der Personenaufzug ist im Jahr 2013 aus vierzehn Anlässen außer Betrieb gewesen. Die Reparaturen wurden unverzüglich nach Bekanntwerden der Störung initiiert. Dabei mussten teilweise länger dauernde Lieferzeiten für die Ersatzteile durch den Hersteller in Kauf genommen werden. Ursächlich für die Ausfallzeiten waren überwiegend Vandalismus und Austausch von Einzelkomponenten im Rahmen der Wartungs- und Instandhaltungs- maßnahmen sowie unvorhergesehene Ausfälle von elektrischen Steuerungselementen.
Zu 3.:
Der Personenaufzug ist seit der EXPO 2000 in Betrieb. Zur EXPO 2000 wurde das S-Bahn-Netz Hannover in Betrieb genommen. Dazu haben viele Stationen einen diskriminierungs- und barrierefreien Zugang mittels Personenaufzügen und Rampenanlagen erhalten. Die Personenaufzüge unterliegen je nach örtlicher Lage und Nutzungsintensität unterschiedlichen Beanspruchungen und somit auch unterschiedlichen Ausfallrisiken.
Wir unternehmen im Rahmen unserer Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben alles, um die hieraus entstehenden Ausfallzeiten zu minimieren.
Gleichwohl sind erhebliche Ausfallzeiten durch Vandalismuseinwirkungen an unterschiedlichsten technischen Komponenten zu verzeichnen. Dies ist der wichtigste Grund für die Häufigkeit und Dauer der Stillstandzeiten. Eine spürbare Vandalismusverringerung würde die Ausfallzeiten deutlich vermindern. Bisher konnten wir das Vandalismusproblem nicht in den Griff bekommen.
Ein Austausch des Personenaufzuges ist derzeit noch nicht geplant, weil die dafür notwendigen öffentlichen Mittel noch nicht zur Verfügung stehen."