Drucksache Nr. 15-0074/2018:
Zuwendung an die Upcyclingboerse Glocksee Bauhaus e.V. für das Projekt „Familienräume besser nutzen 2018“ aus kommunalen Mitteln Soziale Stadt

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In die Kommission Sanierung Soziale Stadt Mühlenberg
In den Stadtbezirksrat Ricklingen
 
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15-0074/2018
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Zuwendung an die Upcyclingboerse Glocksee Bauhaus e.V. für das Projekt „Familienräume besser nutzen 2018“ aus kommunalen Mitteln Soziale Stadt

Antrag,

der „Upcyclingbörse Glocksee Bauhaus e.V.“ für das Projekt „Familienräume besser nutzen 2018“ aus dem Ergebnishaushalt 2018, Teilhaushalt 50, Produkt 35102 eine einmalige Zuwendung in Höhe von bis zu
11.580,00 Euro

zu bewilligen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Das Angebot richtet sich in erster Linie an kinderreiche Familien in den Hochhäusern um den Straßenzug Weiße Rose, Ossietzkyring und aus dem Canarisweg, Frauen und Männer können in gleichem Maße teilnehmen. Familien mit Personen mit Handicap sind ausdrücklich zur Teilnahme aufgefordert und haben im ersten Projektschritt bereits teilgenommen.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilfinanzhaushalt 50 - Investitionstätigkeit
Bezeichnung
EinzahlungenAuszahlungen
Zuwendungen für Investitionstätigkeit €0.00
Beiträge u.ä. Entgelte für Investitionstätigkeit €0.00
Veräußerung von Sachvermögen €0.00
Veräußerung von Finanzvermögensanlagen €0.00
Sonstige Investitionstätigkeit €0.00
  
  
  
Erwerb von Grundstücken und Gebäuden €0.00
Baumaßnahmen €0.00
Erwerb von bewegl. Sachvermögen €0.00
Erwerb von Finanzvermögensanlagen €0.00
Zuwendungen für Investitionstätigkeit €0.00
Sonstige Investitionstätigkeit €0.00
  
Saldo Investitionstätigkeit €0.00
€0.00

Teilergebnishaushalt 50 - Investitionstätigkeit
Produkt 35102
Soziale Stadtentwicklung
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
Zuwendungen und allg. Umlagen €0.00
Sonstige Transfererträge €0.00
Öffentlichrechtl. Entgelte €0.00
Privatrechtl. Entgelte €0.00
Kostenerstattungen €0.00
Auflösung Sonderposten (anteilige Zuwendungen) €0.00
Sonstige ordentl. Erträge €0.00
  
Außerordentliche Erträge €0.00
  
Erträge aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Personalaufwendungen €0.00
Sach- und Dienstleistungen €0.00
Abschreibungen €0.00
Zinsen o.ä. (TH 99) €0.00
Transferaufwendungen €11,580.00
Sonstige ordentliche Aufwendungen €0.00
  
Saldo ordentliches Ergebnis (€11,580.00)
Außerordentliche Aufwendungen €0.00
Saldo außerordentliches Ergebnis €0.00
Aufwendungen aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Saldo aus internen Leistungsbeziehungen €0.00
Saldo gesamt (€11,580.00)

Begründung des Antrages

Der Stadtteil Mühlenberg wurde Ende 2014 in das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt aufgenommen. Das Programm ist seit Jahren Schwerpunkt kommunalen Handelns in Hannover. Seit der Gebietsfestlegung durch den Rat (DS 2079/2015) gehört der Stadtteil Mühlenberg nun wie Hainholz, Stöcken, Sahlkamp-Mitte und Ricklingen Nord-Ost zu den Programmgebieten.
Neben den investiven aus Städtebaufördermitteln finanzierten Maßnahmen sind die mit kommunalen Mitteln geförderten nicht-investiven Vorhaben zur sozialen Quartiersentwicklung für den Erfolg der Programmdurchführung unerlässlich.

Der Anteil an Familien in der Bewohnerschaft ist im Bereich Mühlenberg mit 25,3 % (2016) überdurchschnittlich, viele Kinder leben insbesondere in den Hochhäusern der Straßenzüge Canarisweg, Weiße Rose und Ossietzkyring. 22,4 % der BewohnerInnen Mühlenbergs sind zwischen 0 und 17 Jahren alt – in der gesamten Landeshauptstadt sind es 15,1 % der BewohnerInnen. Die Transferleistungsquote liegt mit 59% weit über dem städtischen Durchschnitt (25,3 %). (Quelle: Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung) Dementsprechend hoch ist hier das Armutsrisiko, mit dem verringerte Teilhabechancen einhergehen.

Beim Projekt „Familienräume besser nutzen 2018“ handelt es sich um ein Fortsetzungsprojekt, mit dem im Jahr 2017 begonnen wurde. Mit fünf kinderreichen Familien, wurden die Grundrisse der Wohnungen gesichtet und die Platzbedürfnisse – insbesondere für Kinder - geklärt. Pläne für eine familiengerechte Umgestaltung wurden von einer Innenarchitektin und einem Tischler mit den Familien erarbeitet und dokumentiert. Eine Möbelbau-Werkstatt im Familienzentrum Mühlenberg und eine Ausstellung über die geänderten Pläne schlossen den ersten Projektschritt ab.

Im zweiten, nun beantragten Projektschritt, soll die praktische Umsetzung unter der Maxime „Hilfe zur Selbsthilfe“ realisiert werden. Die Familien, helfende Nachbarn und Verwandte werden angeleitet, vorhandene Möbelstücke zu reparieren, umzubauen, einer anderen Nutzung zuzuführen oder aus Resthölzern neu zu bauen; auch der Erwerb gebrauchter Möbelstücke beim Kooperationspartner FAIRKAUF e.G. kann erfolgen. Ein wesentlicher Fokus bei der Umgestaltung der „Familienräume“ liegt auf den Rahmenbedingungen, die den Kindern in der Wohnung gegeben werden, um eine gelungene Bildungsentwicklung zu unterstützen. Fragen nach einem Schreibtisch für die Hausaufgabenerledigung und ausreichend Spielfläche in der Wohnung stehen deshalb im Vordergrund.

Mit diesem Projekt werden die Sanierungsziele "Stärkung gemeinwesenorientierter Ansätze zum Aufbau und zur Stabilisierung sozialer Netze, Stabilisierung von Nachbarschaften und gesellschaftlicher Teilhabe" und „Schaffung zielgruppenorientierter Angebote, insbesondere zur Unterstützung von Menschen in belasteten Lebenslagen, Hilfe zur Selbsthilfe“ (DS 0972/2016) verfolgt.

Ein wichtiger Aspekt des Projektes besteht darin, den Müll, insbesondere den Sperrmüll zu reduzieren. Möbel können repariert oder umgenutzt werden und müssen nicht entsorgt und ersetzt werden. Selbst gebaute oder reparierte Möbel erfreuen sich einer eigenen Wertschätzung, wie bereits im ersten Projektschritt in der Möbelbau-Werkstatt zu sehen war.

Es soll ein BAUBUCH erstellt werden, um nachhaltig weiteren/neuen Mietern Hilfestellung bei der familiengerechten Gestaltung ihrer Wohnung zu geben, in das aber auch z.B. Hinweise zu Themen wie Mülltrennung, Lüften, etc. aufgenommen werden.

Das Projekt findet in Kooperation mit den Familienzentren im Stadtteil, dem Heimverbund, der Nachbarschaftsarbeit Canarisweg und „Fairkauf eG“ statt.

Der Träger „Upcyclingboerse Glocksee Bauhaus e.V. “ bringt durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern und anteiligen Honorarverzicht der Innenarchitektin und des Tischlers einen erheblichen Eigenanteil ein, der nicht in den Projektkosten erscheint, und ca. 4.300 Euro beträgt.

Kosten des Projektes:
Personalkosten 8.580,00 Euro
Sachkosten 6.600,00 Euro
15.180,00 Euro

Beantragt beim Quartierfond / Spenden 3.600,00 Euro

Zuwendung beantragt 11.580,00 Euro

Die Zuwendung wird gemäß den städtischen Zuwendungsrichtlinien bis zum genannten Höchstbetrag bewilligt und ausgezahlt. Die Mittel stehen im Haushalt 2018, Teilhaushalt 50, Produkt 35102, zur Verfügung
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Hannover / Dec 27, 2017