Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Stellungnahme der Verwaltung zu einem Initiativantrag eines Stadtbezirksrates
Längere Öffnung der Wochenmärkte in Linden an Samstagen
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 27.01.2021
TOP 5.2.1.
Beschluss
Die Samstags-Wochenmärkte am Lindener Marktplatz und in der Pfarrlandstraße werden ab Frühjahr 2021 eine Stunde länger geöffnet, also bis 14 Uhr – zunächst für eine Probezeit von sechs Monaten. Damit wird Punkt 8 des 10-Punkte-Plans mit „Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Wochenmärkte“ im Stadtbezirk Linden-Limmer umgesetzt, der vor fast drei Jahren, am 26. April 2018, vom Rat der Landeshauptstadt Hannover mit Drs. 0599/2018
https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0599-2018 einstimmig beschlossen worden ist.
Entscheidung
Dem Antrag wird nicht gefolgt.
Die Verwaltung hat die Verlängerung der Wochenmärkte in Linden um eine Stunde an Samstagen geprüft und kommt zu dem Ergebniss, dass die Verlängerung nicht umgesetzt werden kann.
Eine Verlängerung der Öffnungszeiten um eine Stunde auf den samstags stattfindenden Wochenmärkten haben die Händler*innen zum großen Teil in den Vorjahren kritisch gesehen. Zum einen haben sie sich gegen die Verlängerung der schon jetzt langen Arbeitszeiten ausgesprochen. Gerade an Samstagen steht die komplette Reinigung der Verkaufsfahrzeuge an. Dies dauert oft bis in die späten Nachmittagsstunden. Zum anderen fehlt ihnen auch die entsprechende Ausstattung mit Personal. Nach Aussage vieler Händler*innen stehe der Einsatz in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Gewinn. Nach einer aktuellen Befragung durch die Verwaltung haben sich die Händler*innen letzendlich lediglich für eine Öffnungsverlängerung auf dem Lindener Markt und dem Klagesmarkt ausgesprochen.
Auch auf Seiten der Verwaltung wirkt sich eine Verlängerung der Öffnungszeiten, auch wenn sie nur auf den beiden genannten Märkten umgesetzt werden soll, negativ auf die Arbeitszeiten aus. An Samstagen finden insgesamt sieben Wochen- und Bauernmärkte statt. Ein großer Teil dieser Märkte ist sehr betreuungsintensiv und bindet die Personalressourcen.
Es wäre eine derzeit nicht darstellbare Aufstockung der Personalanteile erforderlich.
Der Antrag bezieht sich auf den 10- Punkte-Plan (10PP), in dem Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität für die Wochenmärkte vereinbart wurden (Drucksachen-Nr. 0599/2018). Dieses, zunächst einschließlich der damit verbundenen Personalkosten auf drei Jahre befristete Programm, wurde zum 31.12.2020 eingestellt. Die Auswirkungen hat die Verwaltung in der DS 473/2021 dargestellt. Dort heißt es im Schlussabsatz: „Die Aufgabe ist aber verbunden mit einem hohen Zeit- und Personalaufwand, der derzeit nur für kleine Projekte und auf ganz lange Sicht mit dem bestehenden Personal umgesetzt werden kann.“