Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage Sachstand Dornröschenbrücke
Sitzung des Stadtbezirksrates Linden-Limmer am 29.01.2025
TOP 5.2.1.
Aus Drucksache Drucksache Nr. 0228/2023 geht hervor, dass die Tragfähigkeit der Dornröschenbrücke vermindert ist und dass diese nicht durch eine Sanierung wiederhergestellt werden kann. Trotz der eingeschränkten Tragfähigkeit hielt die Verwaltung nach Abstimmung mit dem Prüfingenieur eine Offenhaltung der Brücke noch bis Ende 2024 für vertretbar. Aus diesem Grund war ein Ersatzneubau des Brückenbauwerks mit Baubeginn im Jahr 2023 geplant. Eine Ausschreibung des Ersatzneubaus der Dornröschenbrücke verlief nicht erfolgreich.
Aus dem Änderungsantrag zum Teilhaushalt H-0330/2025 geht nun hervor, dass der Mittelansatz für den Neubau der Dornröschenbrücke um insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht wird, um eine Behelfsbrücke insbesondere für den Fußverkehr während der Bauzeit zu errichten.
Vor diesem Hintergrund frage ich die Verwaltung:
1. Wie ist der aktuelle Stand und Zeitplan für den Ersatzneubau der Dornröschenbrücke?
2. Wann ist mit einer Fertigstellung zu rechnen?
3. Wie lange kann die Brücke voraussichtlich offengehalten werden?
Antwort der Verwaltung:
zu 1. und 2.:
Die Entwurfsplanung für den Ersatzneubau der Dornröschenbrücke wird derzeit vorangetrieben. Im Fokus steht ein Entwurf ohne Verschub, um die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Betonbauweise mit möglichst kurzer Bauzeit zu erhalten. Der Zeitplan ist wie folgt vorgesehen:
· Abschluss der Entwurfsplanung: Oktober 2025
· Beschlussfassung in den politischen Gremien: November 2025
· Geplanter Baubeginn: September 2026, mit vorbereitenden Arbeiten im Vorfeld.
· Geplantes Bauende: Dezember 2027
zu 3.:
Die Restlebensdauer der Bestandsbrücke wurde im August 2024 erreicht. Ein digitales Rissmonitoring sowie eine Brückenhauptprüfung wurden im November 2024 installiert bzw. durchgeführt. Aktuell läuft eine Neubewertung des Bauwerkszustands, einschließlich statischer Berechnungen, die voraussichtlich bis Februar 2025 abgeschlossen sein wird.
Mögliche Szenarien für die weitere Nutzung der Brücke sind:
· Vollsperrung bei neu festgestellten Defiziten, die die Tragfähigkeit gefährden oder
· Offenhaltung mit zusätzlichen Aussteifungen und möglicher Einengung der Verkehrsbreite.
Eine Schließung der Bestandsbrücke kann allerdings jederzeit erforderlich werden, sollte das Monitoring Schäden oder Risse feststellen, die die Sicherheit gefährden.