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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der CDU-Fraktion:
Neuer Busfahrplan im SB 11
Sitzung des Stadtbezirksrates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt am 23.01.2025
TOP 7.3.2.
Seit dem 26. August 2024 gilt in der Landeshauptstadt Hannover der neue Fahrplan im Stadtbusnetz der Üstra. Das Unternehmen hatte die Anpassung des Fahrplans damit begründet, auf eine angespannte Personalsituation reagieren und den Fahrgästen eine höhere Zuverlässigkeit bieten zu wollen. Aufgrund von Personalknappheit seien in den vergangenen Jahren immer wieder Fahrten ausgefallen. Damit der ÖPNV auf lange Sicht eine echte Alternative zum eigenen Pkw bleibt, bedarf es sowohl einer Entlastung der Fahrerinnen und Fahrer, als auch einer Steigerung der Zuverlässigkeit des ÖPNV-Angebots – vor allem in den Stadtteilen, die abseits der Stadtbahnlinien liegen.
Wir fragen die Verwaltung:
1. Welche durch den Stadtbezirk 11 verkehrenden Stadtbuslinien waren von der Anpassung des Fahrplans 2024 mit welchen Folgen betroffen?
2. Inwiefern hat die Anpassung des Fahrplans die Zuverlässigkeit des ÖPNV-Angebots im Bereich des Stadtbezirks verändert?
3. Inwiefern hat sich die Personalsituation bei der Üstra nach der Anpassung des Fahrplans insgesamt entspannt und inwiefern hat die angespannte Personallage nach wie vor Auswirkungen auf die im Stadtbezirk verkehrenden Stadtbuslinien?
Zuständigkeitshalber antwortet die ÜSTRA wie folgt:
„zu 1.) Als ÜSTRA-Linien verkehren die Stadtbuslinien 120 und 581 im Bereich Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Die Stadtbuslinie 581 ist nicht von der Fahrplananpassung betroffen. Auf der Linie 120 wurden Anpassungen vorgenommen, wonach an einem regulären Werktag rund 23 %, an einem Samstag rund 17 % und an einem Sonntag rund 7 % weniger Fahrten im Vergleich zum eigentlichen Fahrplan stattfinden.
zu 2.) Im Rahmen der Anpassungen wurden Stadtbuslinien mit einem verhältnismäßig dichten Taktgefüge identifiziert, bei denen Umläufe auf Grundlage der Dienstplanung herausgenommen werden konnten. Hierbei handelt es sich um Dienste, die grundsätzlich als Ganzes herausgenommen werden konnten, um sie – wenn es die Situation zulässt – auch wieder kurzfristig aufnehmen zu können. So ist sichergestellt, dass es auf Basis der vorherrschenden Personalsituation nicht weiterhin zu spontanen Ausfällen von Fahrten kommt und den Fahrgästen im Stadtbezirk, bei möglichst geringen Bedienungslücken, ein zuverlässiges und planbares ÖPNV-Angebot zur Verfügung steht.
zu 3.) Die ÜSTRA beobachtet die vorherrschende Personalsituation sehr engmaschig und nimmt Veränderungen in der Fahrplananpassung vor, sobald dies möglich ist. Infolgedessen konnte am 15.12.2024 eine weitere Anpassung des Fahrplans vorgenommen werden, die insgesamt (auf das gesamte Stadtbusnetz betrachtet) weniger Reduzierung beinhaltet, als es bei der Anpassung, die seit 26.08.2024 galt, der Fall war. Grundsätzlich sei gesagt, dass der Stadtbusbereich der ÜSTRA fortwährend voll ausgelastete Ausbildungskurse für neues Personal durchführt, um die Personalsituation und damit auch die „Fahrplansituation“ kontinuierlich zu verbessern, um zu gegebener Zeit auch wieder zum regulären Fahrplan zurückkehren zu können.“