Drucksache Nr. 15-0004/2025 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der Fraktion Natürlich AhBaDa:
Hochwassersituation in Körtingsdorf
Sitzung des Stadtbezirksrates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt am 23.01.2025
TOP 7.1.2.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverDrucksachen-Zeichen
An den Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt (zur Kenntnis)
 
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15-0004/2025 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der Fraktion Natürlich AhBaDa:
Hochwassersituation in Körtingsdorf
Sitzung des Stadtbezirksrates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt am 23.01.2025
TOP 7.1.2.

Im Februar 2024 haben wir eine Anfrage zum Hochwasser in Körtingsdorf gestellt (Nr. 15-0044/2024). Grund war die über Monate anhaltende nicht zumutbare Situation für die Anwohner, Schüler*innen der Gebrüder-Körting-Schule und Kleingärtner*innen. Hier wurde besonders der Weg zwischen Petermannstraße und Körtingsdorfer Weg, südlich des Pausenhofs der Grundschule in Mitleidenschaft gezogen.

Seit weit über einem Jahr, ist der Weg nun regelmäßig überflutet, weil Regenwasser nicht versickert. Der Spielplatz Nr. 240802: Körtingsdorfer Weg ist immer wieder unbespielbar, der Pausenhof der Gebrüder-Körting-Schule kann von den Schüler*innen nicht mehr im vollen Umfang genutzt werden und viele Kleingärtner bekommen auf ihren Parzellen regelmäßig nasse Füße.

In der Antwort auf unsere Anfrage aus dem Vorjahr, wurde uns von einer „interdiszipli- nären AG Hochwasser“ berichtet, die den Bezirksrat zu gegebener Zeit informieren sollte. Dies ist leider nach gut einem Jahr noch immer nicht passiert.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Wann ist mit Ergebnissen der AG Hochwasser, bestehend aus dem FB Feuerwehr, FB Tiefbau, FB Stadtentwässerung und FB Umwelt und Stadtgrün, zu rechnen?

2. Ist mit der Schließung des genannten Spielplatzes zu rechnen? Teile des Spielplatzes, wie der Sandkasten wurden bereits entfernt.

3. Kann es sein, dass durch das Aufstellen der Containeranlage für das Familienzentrum Petermannstraße auf dem Schulhof der Gebrüder-Körting-Schule, der Boden dermaßen verdichtet wurde, dass das Regenwasser nicht mehr ablaufen kann und sich deshalb nun ständig riesige Pfützen bilden?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:


Zu 1) Die Fragestellung wird nicht in der fließgewässerorientierten AG Hochwasser bearbeitet; denn es gibt dort in der Nähe kein entsprechendes Gewässer. Die Gräben im Bornumer Holz und entlang des Körtingsdorfer Weges ziehen sauber ab.
Eine interdisziplinäre Bearbeitung erfolgt vielmehr im Rahmen des Freiraumentwicklungs- und Wassermanagementkonzepts (FREWMK) Körtingsdorf, welches unter der Federführung des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung gemeinsam auf den Weg gebracht werden soll. Hierzu hat es am 28.10.2024 im Quartiersmanagement am Davenstedter Markt 16A einen Runden Tisch Wasser mit eingeladenen Kolleg*innen gegeben. Dort wurde beschrieben, dass im Rahmen dieses Integrierten Wassermanagement- und Freiraumkonzeptes für eine wasserbewusste Quartiersentwicklung die hier angesprochenen Grundwasser-Themen eingearbeitet und behandelt werden. Die Verwaltung wird zu gegebener Zeit darüber informieren.

Zu 2) Auf dem Spielplatz wurde im Rahmen der Unterhaltung vorerst der Sandkasten zurückgebaut, da dieser 2024 dauerhaft durch das anstehende Grundwasser nicht nutzbar war. Eine Aufgabe des Spielplatzes ist nicht vorgesehen. Der Spielplatz und der gesamte Grünzug sind Bestandteil der Planungen im „Integrierten Freiraumentwicklungs- und Wassermanagementkonzept für eine wasserbewusste Quartiersentwicklung des Sanierungsgebiets Sozialer Zusammenhalt Körtingsdorf“. Die Planungen starten voraussichtlich im März 2025. In dem Konzept soll mit Bürger*innenbeteiligung ein zukunftsfähiges Konzept für den Spielplatz und Grünzug erarbeitet werden und u.a. eine Zweiteilung des Spielplatzes verhindert werden, da vorrübergehend der Geh- und Radweg gemeinsam an der Stelle verlaufen.

Zu 3) Vor der Aufstellung der temporären MRE (mobile Raumeinheit)-Anlage für die Kita Petermannstraße wurde eine Schotterschicht als Gründung eingebaut. Nach Rückbau der Anlage wurde diese Schotterschicht ausgebaut. Die fehlenden Bodenschichten wurden fachgerecht wiederaufgebaut und die Oberfläche begrünt. Somit ist davon auszugehen, dass sich die Versickerungsfähigkeit des Bodens im Bereich des Baufeldes nicht durch den Auf- und Abbau der MRE-Anlage verschlechtert hat. Während der Auf- und Abbaumaßnahmen wurden im Bereich der Baustellenzufahrt Schutzmaßnahmen durchgeführt, um eine Verdichtung des Bodens zu verhindern. Unabhängig von der Baumaßnahme steht im Bereich des Baufeldes überwiegend bindiger Boden mit sehr geringer Wasserdurchlässigkeit an. Aufgrund dieser Bodenverhältnisse muss in niederschlagsreichen Zeiten mit Stau- und Schichtenwasser bis knapp unter die Geländeoberkante gerechnet werden. Da der Boden bei Starkregen oder langanhaltendem Regen das Wasser nicht aufnehmen kann, können Pfützen entstehen.