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Erhöhung des Zuwendungsbetrages für das Jugendzentrum Salem im Haushaltsjahr 2024
Antrag,
die Erhöhung des Zuwendungsbetrages für das Jugendzentrum Salem (Antrag 4510028) von 127.118 € um 20.000 € auf 147.118,00 € aus dem Sammeltopf 4510300 - Stadtteiljugendeinrichtungen im Haushaltsjahr 2024 einmalig zu beschließen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Gemäß § 9 Nr. 3 SGB VIII sind bei der Ausgestaltung von Leistungen die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern.
Ergebnis der Klimawirkungsprüfung
Das Ergebnis der Klimawirkungsprüfung wird als neutral bewertet.
Kostentabelle
Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen. Die aufgeführten Mittel sind im Haushalt eingestellt. Es findet eine Verschiebung der Mittel innerhalb des Produktes 36201 statt.
Begründung des Antrages
Am 11.04.2024 hat der evangelische Stadtkirchenverband Hannover als Träger des Jugendzentrums Salem (Antrag 4510028) einen Antrag auf Erhöhung der Zuwendungsmittel gestellt. Als Grund für den erhöhten Bedarf hat der Träger die Tarifentwicklungen 2023/2024 und rückläufige Einnahmen benannt, wodurch die Gesamtausgaben nicht mehr getragen werden können. Selbst weitergehende Anstrengungen, über Fundraising noch deutlich mehr Einnahmen zu erzielen, führten bislang nicht zum Erfolg. Der Bedarf in Ahlem wird wie folgt bewertet:
Das Jugendzentrum Salem ist das einzige Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Ahlem. Im Stadtteil leben 794 Jugendliche im Altern von 14 bis 21 Jahren, davon mit 326 von diesen Jugendlichen fast die Hälfte in Mikrobezirken, in den denen der Indikator für kinder- und jugendliche Konfliktlagen sehr auffällig ist (Stand 31.12.2022). Dies zeigt sich auch in der Schwerpunktsetzung der Angebote des Jugendzentrums.
Neben der offenen Arbeit nach § 11 SGB VIII liegt ein Schwerpunkt in den Aufgaben der Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII. Ein besonderer Handlungsbedarf im Kontext politischer Bildung und Jugendsozialarbeit ergibt sich vor dem Hintergrund von rechtsextremistischen Straftaten in den zurückliegenden Jahren im Stadtteil Ahlem (u.a. die Verbreitung von verbotenen Symbolen im öffentlichen Raum).
Der Wirkungsdialog mit den Fachkräften und den Trägerverantwortlichen sowie wiederkehrende Ortstermine der Fachplanung zeigen, dass das Angebot sehr gut angenommen wird. Die hohe Fachlichkeit in der Angebotsstruktur, darunter eine ausgeprägte Beteiligungskultur zu den Angebotsinhalten und zur Ausgestaltung von Räumen und Öffnungszeiten sprechen für die Qualität der Einrichtung.
Aus Sicht der Fachplanung Kinder- und Jugendarbeit besteht somit ein Bedarf zur Aufrechterhaltung von Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Ahlem. Eine Erhöhung der Zuwendung zur mittelfristig finanziellen Absicherung der Angebotsstruktur ist aus fachlicher Sicht erforderlich.
Die Verwaltung empfiehlt daher, die Erhöhung der Zuwendungsmittel einmalig für 2024 zu gewähren. Der Haushaltsplanung 2025/2026 wird damit nicht vorgegriffen, im Verwaltungsvorschlag ist eine Erhöhung um 20.000 € für beide Haushaltsjahre vorgeschlagen worden.
51.5
Hannover / Aug 6, 2024